Anzeige

Das Haus der Kommunikation in München (Bild: Serviceplan)

Anzeige

13. Innovationstag: neuartige Zukunftsstrategien, innovative Redner

Gemeinsam mit den Partnern IP Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung, G+J eMS, Red Bull Media House und Samsung hat die Serviceplan Gruppe den dreizehnten Innovationstag im Haus der Kommunikation in München veranstaltet. 350 Entscheider aus Wirtschaft und Medien treffen sich auch in diesem Jahr, um neue Impulse und Ideen zu erhalten, sich auszutauschen und sich branchenübergreifend mit dem Thema Innovation auseinanderzusetzen.

Jedes Jahr im Herbst treffen sich in München zahlreiche internationale Top-Referenten und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Kommunikation im Haus der Kommunikation, um bei Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops die aktuellen Entwicklungen und Trends der Medien- und Kommunikationsbranche gemeinsam zu diskutieren. Auch in diesem Jahr waren es mehr als 350 Gäste, die auf die Einladung der Serviceplan Gruppe sowie der Partner IP Deutschland, Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.), G+J eMS, Red Bull Media House und Samsung nach München kamen, um herausragende Referenten und Persönlichkeiten in Vorträgen und Gesprächen zu erleben. Nach der Begrüßung durch Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe, begleitete Ulrich Reitz, Leiter der n-tv Wirtschaftsredaktion und Mitglied der Chefredaktion, die Teilnehmer durch den Tag. Die Referenten des Tages waren Alexander Bard, Prof. Julian Nida-Rümelin, Martina Koederitz, Jürgen Kaube, Christoph Kucklick, Sebastian Matthes, Dirk Ahlborn, Alexander Nix, Mathias Müller von Blumencron, Marianne Bullwinkel und Karl-Theodor zu Guttenberg.

Die Keynote hielt der schwedische Cyber-Philosoph und Autor Alexander Bard, dessen Aussagen zukunftsweisend und zum Teil provokant sind. Noch wissen wir nicht, wohin digitale Interaktion und die Globalisierung uns führen werden. Der Vordenker und Branchen-Pionier ist sich jedoch sicher: Sie werden unsere Welt auf den Kopf stellen und neue Regeln und Gesetze für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik schreiben. In seinem Vortrag betont der Wirtschaftswissenschaftler, Autor und Musikproduzent, dass die Auswirkungen der digitalen Revolution auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gar nicht überschätzt werden können. Seine Hauptaussage: Bei allem, was von jetzt an wichtig ist, geht es um Interaktivität, Co-Creation, Zusammenarbeit. Diese von technologischen Entwicklungen getriebene Beteiligungskultur wird neue Regeln und Gesetze der Kommunikation und des Zusammenlebens schreiben.

Dimensionen der Welterklärung

Eine Diskussion des renommierten Münchner Philosophen und Kulturstaatsministers a.D. Prof. Julian Nida-Rümelin und der Vorsitzenden der Geschäftsführung IBM Deutschland, Martina Koederitz, zu neuen ethischen Standards für einen verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz fand starke Beachtung. Denn KI erleichtert zwar den Alltag, spart Kosten, steigert die Effizienz, verwaltet Wissen und verbessert die Medizin, doch gibt es Punkte, die von den Treibern der Digitalisierung zu beachten sind, damit technische Innovationen wie IBM Watson nicht zum Selbstzweck werden, sondern der Mensch von ihnen profitiert. Ein verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz trägt dann dazu bei, eine humanere und gerechtere Zukunft in einer von der Digitalisierung geprägten Welt zu gestalten.

In einem Podiumsgespräch über Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter widmeten sich anschließend Jürgen Kaube, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Christoph Kucklick, GEO-Chefredakteur, und Sebastian Matthes, Chefredakteur der Huffington Post Deutschland, der Frage: „Politiker, Wissenschaftler, Journalisten, Blogger – wer sagt die Wahrheit?“ Um die Antwort ist ein erbitterter Streit entbrannt. Angesichts der Debatte um Fake News und Lügenpresse geht es für die Medien dabei um die Bewahrung ihrer Glaubwürdigkeit – und damit um nichts weniger als ihre gesellschaftliche Relevanz. Die Referenten stehen für unterschiedliche journalistische Konzepte, aber vor der gleichen Herausforderung: Wie sieht heute seriöse Nachrichtenverbreitung bzw. Berichterstattung aus – und wie gewinnt man möglicherweise verloren gegangenes Vertrauen der Mediennutzer zurück?

Zukunftstechnologien wie der Hyperloop

Am Nachmittag ging es zunächst um ein Verkehrsmittel, das seine Passagiere in 30 Minuten von München nach Berlin transportiert. Dieses beeinflusst nicht nur die Art des Reisens, sondern das ganze Leben. Dirk Ahlborn, CEO von Hyperloop Transportation Technologies, will für Tesla-Chef Elon Musk den Hyperloop, einen futuristischen Highspeed-Superzug bauen und damit neue Maßstäbe in Sachen Mobilität setzen. Der in Deutschland geborene Manager skizziert den Weg von der Vision zu einem erfolgreichen Geschäftsmodel. Und analysiert, welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, um spektakuläre Innovationsprojekte wie den Hyperloop Realität werden zu lassen.

Im darauffolgenden Vortrag drehte sich alles um Big Data. Wie bringt man seine Botschaften treffsicher zu jedem einzelnen Menschen? Alexander Nix, Star-Marketingstratege und CEO von Cambridge Analytica, setzte im US-Wahlkampf auf Big Data – und gewann: Er gilt als Präsidenten-Macher und wird aktuell als einer der meist gehypten Marketingstrategen weltweit gehandelt. In seinem Vortrag und im anschließenden Gespräch mit Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Medien F.A.Z., erklärt der Brite, was diese Entwicklungen für die Zukunft der Gesellschaft und des Marketing bedeuten.

Mit ebenso innovativen Themen und Aufgaben, wenn auch in der Social Media-Branche, ging es weiter mit dem Vortrag von Marianne Bullwinkel, Country Manager DACH Snap. Mit innovativen Features wie Storys, Geofiltern und Linsen erreicht die Instant Messaging App „Snapchat“ weltweit 166 Millionen User täglich. Marianne Bullwinkel wechselte im Mai dieses Jahres von Facebook zu dem US-Start-up und wird dort das Geschäft im deutschsprachigen Raum aufbauen. Hoch aktuelle Fragen, die die erfahrene Medienmanagerin täglich beschäftigen und die sie am Innovationstag thematisieren wird, sind: Wie behauptet man sich auf einem hochdynamischen Markt gegen weit größere Konkurrenten und besteht im Kampf um Werbebudgets? Wie überzeugt man User und Marketer, der App mit dem Geist-Logo auch auf Dauer die Treue zu halten?

In einem Interview analysierte daraufhin der ehemalige Verteidigungsminister und viel gefragte Redner Karl-Theodor zu Guttenberg den Ausgang der Bundestagswahl, schildert seine Erfahrungen hinsichtlich der kriselnden Beziehungen zwischen den USA und Europa und wirft einen Blick in die Zukunft Europas. Nach dem Ende seiner politischen Karriere zog Karl-Theodor zu Guttenberg vor sechs Jahren in die USA. Dort gründete er die Beratungs- und Investment-Firma Spitzberg Partners, New York, und leitet am Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington eine Initiative, die den transatlantischen Dialog fördert. Seit 2015 gehört „KT“ zum Kompetenzteam der CSU für die bayerischen Landtagswahlen 2018.

Die Innovation Lounge

Weitere Impulse erhielten die Gäste im Rahmen des Innovationstages auch dieses Jahr in der „Innovation Lounge“. Dort werden innovative technische Visionen und Entwicklungen gezeigt und anfassbar gemacht. Parallel zum Tagesprogramm gibt es dort die Möglichkeit, Innovationen von morgen schon heute zu erleben. Die Innovationen werden an insgesamt drei Stationen von Samsung vorgestellt und darüber hinaus mittels zweier Touren erlebbar gemacht. Unter anderem wird Samsung den intelligenten Sprachassistenten Bixby präsentieren und zeigen, wie ein Smartphone mithilfe des Samsung DeX in einen Desktop PC transformiert werden kann. Samsung Electronics führt außerdem vier innovative Creative Lab-Projekte vor: einen smarten Gürtel für mehr Gesundheit, Smartphones als 3D-Kino, die Technik zum Telefonieren mit dem Zeigefinger sowie die Möglichkeit, VR simultan mit mehreren Personen zu teilen.

Gastgeber und Serviceplan-Hauptgeschäftsführer Florian Haller: „Wer im Jahr 2017 nicht die aktuellsten Trends und Themen im Auge behält und mitgestaltet, verschwindet schnell von der Bildfläche. Gemeinsam mit unseren Partnern IP Deutschland, F.A.Z., G+J eMS, Red Bull Media House und Samsung begrüßen wir daher beim 13. Innovationstag spannende Persönlichkeiten und Vordenker unserer Zeit, die Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen bieten und aufzeigen, wo die Reise hingehen kann.“

CMO Award Night

Den feierlicher Abschluss des Tages bildete die Auszeichnung des „CMO of the Year“. Der diesjährige Gewinner ist Eric Liedtke, Executive Board Member responsible for Global Brands bei adidas. Er wird am Abend im Rahmen einer feierlichen Gala in der Alten Bayerischen Staatsbank in München geehrt. Laudator ist Florian Haller, CEO der Serviceplan Gruppe, und Moderator des Abends ist Wolfram Kons von RTL.

Eric Liedtke wurde von Kollegen gewählt, denn seit diesem Jahr lautete das Motto des Awards „von CMOs für CMOs“. Während seit 2014 Deutschlands Top-Werbespender, die nominierten Marken der Best Brands Studie sowie Nominierungen aus dem Kreise einer 20-köpfigen Expertenrunde die potentiellen Kandidaten für die Auszeichnung hervorbrachten, übernimmt nun das CMO of the Year Council die Identifikation der Finalisten. Es setzt sich aus 50 Chief Marketing Officern renommierter deutscher Unternehmen zusammen und bewertet die in Frage kommenden Preisträger. Die identifizierten Top-Kandidaten werden schließlich von einer paritätisch besetzten Award-Jury in einer mehrstündigen Sitzung diskutiert und bewertet. Hierbei bilden vom Institut für Marketing der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) erstellte Dossiers die Grundlage.

Weitere Details zu den Referenten des Tages, dem Programm, Fotos und auch zahlreiche spannende Artikel sind auf der Seite www.innovationstag.de zu finden.

02.10.2017 | 12:26

Artikel teilen: