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(Bild: Siemens)

Weit über 100 Jahre Tradition im Lokomotivenbau: auch das ist Siemens! (Bild: stampa.siemens.biz)

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Siemens: Deutschlands Wachstumslokomotive

Siemens entwickelt sich derzeit weitaus besser als die Konkurrenz. CEO Joe Kaeser konnte auf der Hauptversammlung mit guten Zahlen aufwarten, die Jahresprognose ist angehoben, die Aktie steigt deutlich. Die Marktkapitalisierung des Münchner Technologiekonzerns steigt auf deutlich über 100 Milliarden Euro, Siemens ist damit der wertvollste DAX-Konzern.

Der Gewinn ist zum Start ins neue Geschäftsjahr stark gestiegen, die Prognose wurde angehoben, die Aktie liegt nahe der Höchstständen: Siemens-Chef Joe Kaeser bremst jedoch die Euphorie: „Wir sind gut beraten, auf dem Boden und bescheiden zu bleiben“, sagte er bei Vorlage der Quartalszahlen vor der Jahreshauptversammlung in München. Mit Blick auf die Unsicherheiten in den USA ist dies ein Gebot der Stunde.

Nicht für alle kann Kaeser auf gute Prognosen zurückgreifen. Die Konjunktur in wichtigen Märkten schwächelt, die niedrigen Ölpreise hemmen die Investitionsbereitschaft bei Förderern und Förderländern und die Unsicherheit bezüglich erneuerbarer Energien, da in den USA das Windrad zurückgedreht werden könnte. Außerdem musste der Siemens-Chef einen Rückgang der neu aquirierten Großaufträge im Vergleich zum Vorjahresquartal verkünden. Doch das sind wohl die einzigen Schwächen, und die Börse verzieh diese Flecken auf der sonst makellosen Ertragsweste des Technologieriesen.

In der Tat – die Siemens-Zahlen können sich insgesamt sehen lassen. Der Umsatz der Münchener stieg von Oktober bis Dezember um drei Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Das bedeutet, dass Siemens trotz des schwierigen Umfelds weiter aus eigener Kraft wächst, wie das Handelsblatt analysiert. Erzrivale General Electric hat im selben Zeitraum einen Rückgang der Erlöse um zwei Prozent auf 33,1 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Auch der Schweizer ABB-Konzern kann kein Wachstum vermelden.

Das Handelsblatt meldet weiter: „Das operative Ergebnis im industriellen Geschäft, eine der wichtigsten Kennziffern, stieg im ersten Quartal 2016/17 um 26 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Das entsprach einer Umsatzrendite von 13 Prozent nach 10,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. So gut schnitt Siemens schon länger nicht mehr ab.“ Daher habe Siemens die Prognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Bisher habe Kaeser eine Ergebnismarge von 10,5 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt. Nun prognostiziere er elf bis zwölf Prozent. Auch der Gewinn nach Steuern solle nun bei bis zu 7,70 Euro liegen. Bislang habe Siemens „bis zu 7,20 Euro“ angestrebt.

Im ersten Quartal stieg der Gewinn nach Steuern um ein Viertel auf 1,9 Milliarden Euro. Das honorierte die Frankfurter Börse mit einem Aufschlag von fast fünf Prozent. Und diese fünf Prozent waren es, die pünktlich zur Hauptversammlung die Marktkapitalisierung des Münchner Elektro- und Technologisriesen über die Marke von 100 Milliarden Euro steigen ließen. Beglückwünschen können sich am heutigen Tag nicht nur die Siemens-Vorstände, sondern auch alle Aktionäre, die Siemens-Papiere halten. sig

03.02.2017 | 14:05

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