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Breitbandausbau: Internet für Acker und Stall

Moderne Landwirtschaft ist ohne Informationstechnik nicht mehr vorstellbar. Damit wird sie produktiver und umweltschonender – zumindest behauptet das zum Beispiel der Landmaschinenhersteller Claas.

Auf der CeBit 2015 zeigte der internationale Konzern einen Großtraktor, der alle Prozesse mittels Digitalisierung verbessert. Während der Aussaat sorgen Karten auf Basis von Satellitendaten dafür, dass das Saatgut so ausgebracht wird, dass es das Wachstum der Pflanzen verbessert. Ein Sensor bestimmt den Stickstoffbedarf und bringt nur die tatsächlich notwendige Düngermenge aus, und das Wetterdaten-System unterstützt den Landwirt bei seiner täglichen Arbeit.

Sollte er auch Kühe halten, dann liefert der Melkstand in Echtzeit die relevanten Daten. Damit werden die Milchleistung und die Gesundheit der Kuh dokumentiert und die Fütterung entsprechend ­optimiert. So kann zudem der Einsatz von Medikamenten vermieden werden.

Viel Fördergeld vom Freistaat

Da passt es gut, dass die bayerische Staatsregierung nun Gas beim Ausbau des Breitbandnetzes im länd­lichen Raum gibt und dafür erhebliche Mittel bereitstellt. 1,5 Mrd. Euro Fördergelder hat der Freistaat ­dafür spendiert. Bis 2018 soll jede Gemeinde einen Anschluss an die schnelle Datenautobahn erhalten.

Dass dieses Thema nun Fahrt aufnimmt, ist der Tatsache zu verdanken, dass der in Regensburg ansässige Energienetzbetreiber Bayernwerk das bayerische Hochspannungsnetz von seiner Muttergesellschaft, dem Eon-Konzern, übernommen hat. Weite Teile dieser Trassen verfügen über Glasfaserkabel.

Insgesamt existieren bereits 4 000 Kilometer Glasfaser-Infrastruktur mit 1 100 Breitbandanschlüssen. Da das Bayernwerk sowieso umfangreiche Arbeiten für den Netzausbau plant, in die 400 Mio. Euro investiert werden, können offene Kabelgräben für den Ausbau des Internets genutzt werden. 

fr

21.06.2015 | 08:53

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