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Gesundes Essen mit Fisch und Gemüse liegt im Trend

Gesund und „clean“ essen – davon profitieren Verbraucher und Unternehmen, Quelle: © istock.com/Elena_Danileiko

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Clean Eating – so profitiert die Wirtschaft

Ein Ernährungstrend nach dem anderen taucht in Magazinen und Blogs auf. Daraufhin folgen meist zahlreiche Ratgeber, Fitnessprogramme und Lebensmittel. Nun heißt der neue Top Trend Clean Eating. Doch was versteht man darunter und wie reagieren Unternehmen darauf?

Was bedeutet eigentlich Clean Eating?

Clean Eating wird nicht als Diät verstanden, stattdessen handelt es sich dabei wohl eher um eine Ernährungsphilosophie. Dabei geht es vor allem darum, industriell verarbeitete Lebensmittel oder Fertiggerichte zu vermeiden, um sich frisch und gesund zu ernähren. Mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten wird dann fleißig selbst gekocht. Auch Fisch, Fleisch und Milchprodukte sind erlaubt. Das Schöne am Food Trend Clean Eating ist auch, dass jeder diese Ernährungsweise an eigene Bedürfnisse anpassen kann: Vegetarisch, Vegan, Low-Carb oder Paleo ist damit gar kein Problem. Im Vordergrund steht, den Körper dauerhaft mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen und ungewollte Zusatzstoffe zu vermeiden. Dabei soll die sehr ballaststoffreiche Kost schnell satt machen, trotz weniger Kalorien. Auf Weißmehl und künstlichen Zucker wird so gut wie möglich verzichtet. Für die begeisterten Anhänger bedeutet dies vor allem, viel Zeit mit dem Einkauf und der Zubereitung von Mahlzeiten zu verbringen. Einige Unternehmen wie Raw Bite oder Marley Spoon konnten sich genau diesen Aspekt zu Nutze machen.

Daran könnte Clean Eating für viele scheitern – und was Unternehmen dagegen tun

Die reine Ernährungsweise basiert besonders auf viel Gemüse und Obst, das natürlich zubereitet werden muss. Dies nimmt selbstverständlich mehr Zeit in Anspruch, als sich eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben. Neben dem Zeitfaktor spielt auch die Qualität der Waren eine große Rolle. Nicht immer sind die Angebote der lokalen Supermärkte ausreichend oder besonders vielfältig, weshalb man für das Clean Eating viel Zeit darauf verwenden muss, die richtigen Lebensmittel auszuwählen. Für Lebensmittelproduzenten und innovative Start-ups sind allerdings gerade diese Probleme der Weg zum Erfolg, wie die folgenden Konzepte zeigen.

Regional & Saisonal im Trend – Gemüseabos

Die Idee der grünen Kiste besteht schon seit etwa 20 Jahren. Doch gerade in letzter Zeit konnten Anbieter solcher Lebensmittelkisten oder Abonnements großen Zuwachs, besonders innerhalb großer Städte, verzeichnen. Die regional produzierten Lebensmittel werden direkt an die Haustür geliefert, so spart man sich die Zeit, mühsam für die gesunde Ernährung einkaufen zu gehen. Für viele Kunden stellt dies meist die beste Alternative zu den meist noch sehr spärlichen Bio-Sortimenten der Supermärkte dar. Im Moment profitieren vor allem die lokalen Bauernhöfe von der Nachfrage nach frischen Lebensmitteln. Doch bereits jetzt haben sich auch größere Unternehmen wie Frischepost in Hamburg daran orientiert, Obst und Gemüse aus der Umgebung in Abonnements auszuliefern. Es ist jedoch auch zu beobachten, dass immer mehr große Supermarktketten einen Fokus auf die biologische und gesunde Ernährung legen und damit ihr Sortiment erweitern. Inwiefern der Trend der grünen Kisten also dauerhaft Bestand hat, bleibt abzuwarten.

Rezept plus Zutaten direkt nach Hause – Die Kochkisten

Neben dem bedachten Einkauf bedeutet Clean Eating zudem auch, dass Zeit und Aufwand in die Zubereitung der ausgewogenen Mahlzeiten investiert werden müssen. Gerade Kochmuffeln oder Berufstätigen mit wenig Zeit fehlt allerdings oftmals der Nerv, sich passende Rezepte auszusuchen und dafür einzukaufen. Sie sind die Zielgruppe verschiedener Start-ups wie Hello Fresh, Kochhaus und Marley Spoon, das von Rocket Internet gesponsert wird. Das Konzept ist einfach, aber beliebt: Rezepte mitsamt passend portionierten Zutaten werden in einzelnen Kisten oder Abonnements direkt zum Kunden versendet. Diese Idee scheint bei den Kunden gut anzukommen, sodass die Unternehmen in Deutschland, aber auch international guten Zuwachs verzeichnen konnten. Marley Spoon vereinfacht somit das Clean Eating und Kochen mit regionalen und frischen Mahlzeiten.

Clean Snacks – gesunde Ernährung auch für zwischendurch

Für viel Beschäftigte kann das Clean Eating im Alltag eine besondere Herausforderung darstellen. Zuckerige Müsliriegel, belegte Brötchen oder Schokolade bleiben dabei unerwünscht. Doch auch hier haben kleine Start-ups bereits begonnen, diese Nischen geschickt zu füllen. Raw Bite konzipierte Riegel aus getrockneten Früchten und Nüssen, die hervorragend mit dieser Ernährungsweise vereinbar sind. Und auch frische, kaltgepresste Säfte und gesunde Salate zum Mitnehmen versprechen immer mehr Profit. Hierbei sticht besonders Natsu Foods mit verzehrfertigen Lebensmitteln wie Sushi und Suppen hervor, die dem Clean Eating entsprechen und den Kunden die Zubereitungszeit ersparen.

Für Unternehmen bestehen also vielseitige Möglichkeiten, sich den Trend des Clean Eatings zu Nutze zu machen, indem die Ernährung im Alltag geschmackvoll aber unkompliziert und zeitsparend gestaltet wird.

08.02.2017 | 10:36

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