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(Bild: Fotolia / electriceye)

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Jede fünfte Frau delegiert Finanzentscheidungen an den Partner

Altersvorsorge, finanzielles Polster, Geldanlage – hier gilt es Entscheidungen zu treffen, die zur jeweiligen Lebenssituation passen und die möglicherweise weitreichende Folgen haben. Dennoch geben 19 Prozent aller Frauen die Verantwortung für Finanzentscheidungen an ihren Partner ab.

Beim Blick in den öffentlich-rechtlichen Fernseher oder die Mainstream-Medien drängt sich der Eindruck auf, Deutshland sei komplett durchgegendert, gut durchmischt und überhaupt allmählich in einem gesellschaftlichen Plasmazustand angekommen. Doch ganz so ist es offenbar nicht. Bi der Geldanlage scheint es immer noch Unterschiede zu geben. 19 Prozent der Frauen entscheiden nicht selbst über ihre Geldanlagen. Bei Männern sind es nur zwölf Prozent. Das ist ein Ergebnis der Studie „Verantwortungsbarometer Deutschland 2018“ von Fidelity International, durchgeführt von Kantar EMNID.

Lediglich 65 Prozent der Frauen behalten nach dieser Studie die komplette Hoheit über ihre Finanzen. Der Unterschied, der sich beim kompletten Delegieren sichtbar wird, tauht auch hier wieder auf: Deutlich mehr Männer, 73 Prozent, kümmern sich selbständig um ihr Geld. Andreas Telschow, Anlageexperte bei Fidelity International, kann das nicht verstehen: „Es war noch nie so leicht wie heute, sich über Finanzen zu informieren und Know-how anzueignen. Dennoch entscheiden viele Frauen nicht autonom über ihre Finanzen. Berührungsängste sind aber fehl am Platz. Finanzielle Unabhängigkeit fängt damit an, sich mit dem Thema Geldanlage zu beschäftigen. Wer sagt, dass Männer Geldanlage besser können?“

Die Studie Verantwortungsbarometer Deutschland 2018 wurde im Auftrag von Fidelity International von Kantar EMNID durchgeführt. In einer repräsentativen Zufallsstichprobe wurden deutschsprachige Personen in Privathaushalten ab 14 Jahren befragt. Insgesamt wurden in der Bundesrepublik Deutschland 3.211 Personen in telefonischen Interviews, die im Fachjargon CATI-Omnibus heißen, befragt. Die Erhebung fand zwischen dem 15. August und dem 27. September 2017 statt.

02.03.2018 | 10:12

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