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Georg Fahrenschon (Bild: DSGV)

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„Mittelstand in Deutschland ist in Topform!“

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), ist äußerst überzeugt von der Leistungsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen. Dies belege, so der DSGV-Präsident, der S-Mittelstands-Fitnessindexes, der mit 101,5 Prozentpunkten einen neuen Höchststand erreicht habe. Die Dynamik dieses Index ist zuletzt sogar nochmals gestiegen.

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind quer durch alle Branchen sehr gut aufgestellt. „Umsätze und Gewinn steigen weiter, die Eigenkapitalquote erreicht inzwischen ein Rekordniveau – gleichzeitig verzeichnet Deutschland einen Höchststand an Beschäftigten. Der Mittelstand in Deutschland ist in Topform“, so Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), anlässlich der Vorstellung des 2. S-Mittelstands-Fitnessindexes am 12. September in Berlin. Der Index – Ergebnis der jährlichen Auswertung der größten Bilanzdatensammlung mittelständischer Unternehmen – erreicht mit 101,5 Prozentpunkten einen neuen Höchststand, die Dynamik des Aufschwungs im Mittelstand ist zuletzt nochmals gestiegen.

Die gute wirtschaftliche Situation in Deutschland müsse nun genutzt werden, um in die Zukunft zu investieren. „Gerade im ländlichen Raum ist z.B. die digitale Infrastruktur oft noch unterentwickelt. Wir brauchen dringend eine leistungsfähigere IT-Infrastruktur mit einem schnellen und konsequenten Ausbau des Breitbandnetzes. Wird dieses Thema von der nächsten Bundesregierung nicht konsequent weiterverfolgt besteht die Gefahr, dass die vielen Hidden Champions in Deutschland ihren technologischen Vorsprung an andere verlieren“, sagte Fahrenschon.

Gerade die Digitalbranche liege bei der Umsatzentwicklung mit Wachstumsraten von rund 10 Prozent derzeit deutlich an der Spitze. „Themen wie die Industrie 4.0, alternative Antriebe oder das autonome Fahren werden die Entwicklungen in der Branche noch lange positiv beeinflussen. Umso wichtiger, dass wir hier den Anschluss nicht verlieren und unsere Infrastruktur wettbewerbsfähig halten“, so Fahrenschon. Aber auch der für Deutschland so wichtige Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau hat beim Umsatz zu alter Stärke zurückgefunden. Mit einem Umsatzwachstum von vier Prozent in 2016 und einem prognostizierten Wachstumsplus von bis zu sieben Prozent 2018 kann sich die Branche gut behaupten.

Erfreulich sei, so Fahrenschon, dass die Unternehmen das dynamische Wachstum in eine steigende Rendite überführen konnten. So stieg die Umsatzrentabilität 2016 um einen Prozentpunkt auf 5,8 Prozent und werde dieses Niveau im Prognosezeitraum aller Voraussicht nach auch gut halten können. Die Eigenkapitalquote der Unternehmen liege inzwischen über alle Branchen hinweg bei knapp 40 Prozent. Die Eigenkapitalrendite erreicht nach zwölf Prozent 2015 inzwischen 14 Prozent – und dies obwohl die Unternehmen weiter Eigenkapital aufgebaut haben.

Weiter positiv hat sich auch die Produktivität der Mitarbeiter entwickelt. Noch 2004 betrug der Rohgewinn, also der Umsatz abzüglich Personal und Materialaufwand, pro Mitarbeiter rund 32.000 €. In diesem Jahr liege der Wert bereits bei 39.000 € – Tendenz steigend. Die maßvollen Steigerungen des Lohnniveaus konnten also vom Produktivitätszuwachs in den Unternehmen überkompensiert werden. „Hier liegt eine wesentliche Ursache dafür, dass die Unternehmen kontinuierlich neue Beschäftigte einstellen und Deutschland mittlerweile eine Rekordbeschäftigung verzeichnet“, so Fahrenschon.

Und schließlich ist auch die Gewinnentwicklung der mittelständischen Unternehmen im Schnitt sehr erfreulich. Während die Umsätze seit 2004 um gut 50 Prozent gesteigert wurden, wuchsen die Gewinne der Unternehmen um mehr als das Doppelte. Allein im vergangenen Jahr wurde mit 23 Prozent noch einmal ein gewaltiger Sprung gemacht. Hauptursache hierfür sei eine gesteigerte Materialeffizienz. Zudem wirke sich das geringe Zinsniveau bei den moderat steigenden Bankverbindlichkeiten dämpfend auf die Finanzierungskosten der Betriebe aus. Besonders erfreulich sei, so der DSGV-Präsident, dass die Unternehmen ihre gestiegenen Gewinne zum Großteil wieder in das Unternehmen investierten. „Dies ist aller Unwägbarkeiten zum Trotz Ausdruck höchster Zuversicht in die eigene Zukunft. Der Mittelstand ist langfristig orientiert und zeigt dies auch.“

Der Mittelstand, so Fahrenschon, nehme derzeit in eindrucksvoller Weise seine Funktion als Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft und verlässlicher Arbeitgeber wahr. „Im Spannungsfeld zwischen zunehmender Vernetzung der Weltwirtschaft auf der einen und protektionistischer Tendenzen auf der anderen Seite, stehen deutsche Mittelständler aber vor großen Herausforderungen. Die Daten zeigen, dass die Unternehmen sehr gut für die Zukunft gewappnet sind“, so Fahrenschon.

12.09.2017 | 11:38

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