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Die BayBG-Geschäftsführung: Peter Pauli (l.) und Dr. Sonnfried Weber (Sprecher, r.; Bild: BayBG)

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BayBG: gutes Jahresergebnis 2016/17

Langzeit-EKG mit Armband und Brustgürtel statt lästiger Verkabelung: Die MedTech & Science GmbH ist eines der Unternehmen, in die die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft investiert. Immer mehr Gelder der Gesellschaft mit Sitz in München fließen in IT- und Hightech-Unternehmen. Aber auch die „Old Economy“ ist nach wie vor vertreten: Die BayBG finanziert zum Beispiel die Suroflex GmbH, einen Hersteller von Vliesen, die Geräusche in Autos oder Kühlschränken dämmen.

„Mit Neuengagements von 38,1 Millionen Euro in 86 Unternehmen haben wir auch im vergangenen Jahr erneut Impulse für Wachstum und Mittelstand gesetzt“, resümierte Sonnfried Weber, Sprecher der Geschäftsführung der BayBG, bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2016/17 (30.9). Insgesamt ist die Gesellschaft mit einem Volumen von 317,4 (316,7) Millionen Euro bei 503 (Vorjahr: 398) Unternehmen engagiert, die mit rund 50 000 Mitarbeitern mehr als 10 Milliarden Euro jährlich umsetzen.

 

Zunehmende Bedeutung gewinne die Nachfrage nach Beteiligungskapital für die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten, so Weber weiter. Dass die Nachfrage nach Finanzierungen der BayBG trotz vielfältiger anderer Angebote ungebrochen sei, begründete der BayBG-Chef damit, dass die Beteiligungen sich gegenüber anderen Finanzprodukten deutlich abgrenzen: „Wir bieten dem Mittelstand zusätzliches Eigenkapital, das eine langfristige, verlässliche und krisenunabhängige Finanzierung darstellt.“ Da sich die BayBG nicht unmittelbar ins Tagesgeschäft einmische, werde das Beteiligungskapital ganz besonders von Familienunternehmen nachgefragt, die damit ihre Zukunftsinvestitionen umsetzen.

Entsprechend ihrem Anspruch als bayerische Universal-Beteiligungsgesellschaft hat die BayBG im vergangenen Jahr wieder bei verschiedenen unternehmerischen Anlässen Beteiligungskapital neu in die Betriebe eingebracht. Vom aktuellen Bestand von insgesamt 317 Millionen Euro entfallen 170 Millionen Euro auf traditionelle Wachstumsunternehmen. Mit ihren Turna-round-Beteiligungen ermöglichte die BayBG im vergangenen Jahr mehreren Betrieben eine Restrukturierung.

Bei mittelständischen Unternehmen, die keinen Familiennachfolger haben, engagiert sich der BayBG-Bereich Unternehmensnachfolge, um diesen Firmen den Fortbestand zu ermöglichen. Besonders dynamisch entwickelte sich der Venture-Capital-Bereich, mit dem die BayBG junge Technologieunternehmen finanziert. Mit mehreren neuen Investments ist der Bestand in diesem Bereich weiter auf 45 Millionen Euro gestiegen, die in rund 30 Unternehmen investiert sind.

Der BayBG-Jahresüberschuss 2016/17 belief sich auf 6,1 (12,7) Millionen Euro. „Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahr beruht ausschließlich darauf, dass das Volumen der volatilen Exits nicht mehr den sehr hohen Wert des Vorjahres erreichte“, erläuterte Weber. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 zeigt sich die BayBG nach einigen bereits realisierten Investments optimistisch. Weber: „Bei weitgehend unveränderten konjunkturellen und finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnen wir erneut mit einem Neugeschäft von rund 40 Millionen Euro.“

09.04.2018 | 15:01

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