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Die Vorstände der Dax-Unternehmen verdienen ein Vielfaches der Angestellten (Foto: Shutterstock).

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Dax-Vorstände verdienen im Schnitt 3,1 Millionen Euro

Bei den Dax-Unternehmen zahlen SAP und VW am besten. Das Gehaltsgefälle der Konzerne ist groß – die Chefs verdienen 52 Mal so viel wie ihre Angestellten.

Das Vorstandsmitglied eines Dax-Konzerns verdient im Schnitt 3,1 Millionen Euro, die Vorstandsvorsitzenden kommen auf gut 5,4 Millionen Euro. Spitzenverdiener ist derzeit SAP-Chef Bill McDermott, der mit 10,8 Millionen Euro Gesamtvergütung zum dritten Mal die Zehn-Millionen-Marke überschritt. Auf den Plätzen folgen VW-Lenker Herbert Diess (rund 7,9 Millionen Euro) und Bernd Scheifele von HeidelbergCement (rund 7,3 Millionen Euro).

Das Gehaltsgefälle zu den normalen Mitarbeitern ist beachtlich: 52 Mal so viel wie ihre Angestellten kassierten Vorstände der Dax-Konzerne im vergangenen Jahr – im Durchschnitt. Das hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) gemeinsam mit der Technischen Universität München errechnet.

Am größten ist der Abstand bei Volkswagen. Bei dem Autobauer sind die Bezüge der Führungs­etage 97 Mal höher als der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter im Unternehmen. Am geringsten ist das Gehaltsgefälle demnach bei der Deutschen Börse, die ihren Vorständen im Schnitt das 25-Fache zahlt.

Mit Wohlwollen registrieren die Aktionärsvertreter, dass der Teil der Bezahlung, der sich am Aktienkurs orientiert, tenden­ziell größer wird. Er lag den Berechnungen zufolge im Jahr 2018 bei knapp über 30 Prozent. Das Festgehalt macht rund 33 Prozent aus. Größter Posten der Gesamtvergütung sind nach wie vor variable Boni mit fast 37 Prozent.

15.11.2019 | 12:14

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