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Schwacher Start im Jahr 2014

Das Emissionsvolumen am deutschen IPO-Markt ist im ersten Quartal 2014 erneut eingebrochen. An der Deutschen Börse gab es überhaupt nur zwei Transaktionen. Bei beiden handelte es sich um rein technische Listings, die keinen Emis­sionserlös erzielten. Zum ­Vergleich: In den ersten drei Monaten des Jahres 2013 war der IPO-Markt mit einem Emissionsvolumen von 1,1 Mrd. Euro gestartet.

Auch vor Kapitalerhöhungen schreckt der Markt in diesem Jahr bislang ­zurück. Die Anzahl fiel von 33 auf 21 und damit auf den niedrigsten Stand der vergangenen vier Quartale.

Nur Anleihen sind gefragt

Einzig für Unternehmensanleihen hat das Jahr stark begonnen: An deutschen Märkten emittierten Unternehmen im ersten Quartal Anleihen im Wert von 83,4 Mrd. Euro – ein leichter ­Anstieg im Vergleich zum ersten Quartal 2013.

Insgesamt scheint die Stimmung aber schlechter zu sein als die Lage. Darauf deutet zum Beispiel hin, dass die Kurse der Börsendebütanten des Vorjahres derzeit über dem Emissionspreis liegen – zum Teil deutlich. Die Aktie der Osram Licht AG stieg beispielsweise seit dem Börsengang im Juli 2013 von 24 Euro auf gut
41 Euro (Mitte April 2014).

Im vergangenen Jahr war die IPO-Bilanz gemischt ausgefallen. Obwohl der Dax Höchststände erklomm, trauten sich nur neun (25) Unternehmen aufs Parkett. Da es sich dabei um große Börsengänge handelte – beispielsweise gingen LEG, Kion und die Deutsche Annington an den Start – erhöhten sich die Emissionserlöse um 12,6 % auf 2,4 Mrd. Euro.

Die Rahmenbedingungen für Kapitalmarkttransaktionen sind aber grundsätzlich gut, so Christoph Gruss, Experte für diesen Bereich bei PwC. Die Unternehmen in Deutschland seien gut aufgestellt und es gebe viele potenzielle Börsenkandidaten. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder zu verstärkter Aktivität kommt“, so Gruss.

fr

05.05.2014 | 14:09

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