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Die besten Dividendentitel Deutschlands für 2021

Dividenden-Aktien waren 2020 aus der Mode. Technologie- und Wachstumswerte waren dagegen gefragt. Nun könnte sich der Trend drehen. Nach den kräftigen Kursgewinnen an der Börse fragen Anleger wieder nach Substanz. Mit den richtigen Aktien lassen sich vergleichsweise sichere Erträge einfahren. Wie steht es um die Dividenden 2021? Wo gibt es jetzt am meisten zu holen?

Rund 40 Milliarden Euro werden die deutschen Börsenkonzerne dieses Jahr voraussichtlich an ihre Aktionäre ausschütten. Das ist die Prognose der „BÖRSE am Sonntag“ zu Beginn der Dividendensaison. Die Summe werde vier Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Damit sinken die Dividendenzahlungen zum zweiten Mal in Folge. Die Corona-Krise hinterlässt ihre Spuren auch im Ausschüttungspotential der Aktiengesellschaften. Noch stärker als in Deutschland fallen die Dividenden in Europa. Die Auszahlungen der Konzerne des EuroStoxx 50 werden 2021 die Marke von 75 Milliarden kaum mehr übersteigen. Vor zwei Jahren lagen sie noch klar über 100 Milliarden Euro.

Die Top 5 Dividendenzahler im DAX sind die Allianz, Daimler, die Deutsche Telekom, Siemens und BASF. Zusammen zahlten diese Unternehmen 2020 rund 13,2 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus. Mit einer Dividendensumme von rund 4 Milliarden Euro dürfte die Allianz auch das Ranking des Dividendenjahrgangs 2021 wieder anführen. Telekom, Siemens und BASF teilen sich den zweiten Platz fast gleichauf mit jeweils knapp 3 Milliarden Euro.

Traditionell zahlen Branchen wie Chemie und Versicherungen in Deutschland die höchsten Dividenden aus. Unter den großen Adressen kommt die Allianz fast auf 5 Prozent Dividendenrendite, BASF zahlt 4,5 Prozent, Deutsche Telekom 4 Prozent und Siemens 2,5 Prozent. Damit liegen die Renditen weit über dem aktuellen Zinsniveau und machen die Aktien auch für konservative Anleger attraktiv. Mit 7 bis 8 Milliarden Euro sind die Dividendenzahlungen der MDAX-Unternehmen 2021 zwar ebenfalls rückläufig gegenüber dem Vorjahr.

Im SDAX bringt der Dividendenjahrgang 2021 den Aktionären Ausschüttungen in Summe von gut 2 Milliarden Euro. In Zeiten historischer Niedrigzinsen kommt den Ausschüttungen an die Aktionäre eine zunehmende Bedeutung zu. Immer öfter werden sie als die „neuen Zinsen“ bezeichnet. Kürzungen gibt es vor allem in der Autobranche und bei Industriekonzernen, leichte Erhöhungen bei Telekommunikations-Konzernen, bei Konsumgüterherstellern und Immobilienunternehmen. Im Dax zahlen nur die Deutsche Bank und DeliveryHero überhaupt keine Dividende aus. Insgesamt gilt das für 40 der 160 Konzerne in den führenden deutschen Börsenindizes Dax, MDax, TecDax und. SDax.  

Eine besonders hohe Dividende zahlt das Unternehmen Freenet. Die Freenet AG will ihren Aktionären für das vergangene Jahr eine Dividende von insgesamt 1,65 Euro je Aktie zahlen, davon 15 Cent als Sonderdividende. Das. Macht eine Rendite von 8 Prozent mitten in der Coronakrise. Zudem will der Telekom-Konzern bis zu 135 Millionen Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben. Im Rahmen des Rückkaufprogramms, das am 25. Februar beginnt und längstens bis zum 31. Dezember laufen wird, sollen bis zu 9,75 Millionen eigene Aktien über die Börse erworben werden. Das entspricht ca. 7,61 Prozent des Grundkapitals.
Zu den wenigen Aktiengesellschaften, die 2021 den Dividendenhahn großzügig aufdrehen gehört auch der erfolgreiche Medizintechnikkonzern Sartorius. Der dortige Aufsichtsrat hat einer Empfehlung des Vorstands zugestimmt, der Hauptversammlung am 26. März 2021 eine Ausschüttung von 71 Cent je Vorzugsaktie und 70 Cent je Stammaktie vorzuschlagen. Damit würde die Ausschüttungssumme 48,2 Millionen Euro betragen. Im Vorjahr lag die Dividende nur halb so hoch bei 36 beziehungsweise 35 Cent.

Der Sartorius Konzern wächst durchschnittlich zweistellig pro Jahr und ergänzt sein Portfolio regelmäßig durch Akquisitionen von komplementären Technologien. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von rund 2,34 Milliarden Euro. Ende 2020 waren fast 11.000 Mitarbeiter an den rund 60 Produktions- und Vertriebsstandorten des Konzerns für Kunden rund um den Globus tätig. Die Dividendenrendite liegt freilich auch nach der Erhöhung nur bei 0,3 Prozent. Dafür aber hat sich der Aktienkurs binnen Jahresfrist glattweg verdoppelt.

BAS

12.02.2021 | 09:47

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