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(Foto: VP Bank)

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Eurozone: Einkaufsmanagerindex gibt im November wieder nach

Der aggregierte Einkaufsmanagerindex für die Eurozone (verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor) fällt von 50.6 auf 50.3. Separat betrachtet steigt der Index für das verarbeitende Gewerbe von 45.9 auf 46.6. Jener für den Dienstleistungssektor geht von 52.2 auf 51.5 zurück.

Es ist Freitag und natürlich geht man gerne mit guten Nachrichten ins Wochenende. Aber das war wohl nichts. Die Rezession im verarbeitenden Gewerbe scheint auf den Dienstleistungssektor überzuspringen.

Zumindest eine gute Nachricht verbleibt für das Wochenende. Die Industrie steckt zwar bereits in der Rezession, scheint aber Boden gefunden zu haben. Die Stimmung ist nicht gut, bessert sich aber. Der Dienstleistungssektor gibt hingegen weiter in kleinen Schritten nach. Die schlechte Stimmung in der Industrie färbt somit auf den Dienstleistungssektor ab.

Solange sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe nicht weiter eintrübt, besteht zumindest die Hoffnung, dass der Dienstleistungssektor mit kleinen Blessuren davon kommt. Dies ist dann der Fall, wenn die Arbeitsmärkte in den kommenden Monaten stabil bleiben.

Wie geht es nun weiter? Auch wenn man es kaum noch hören mag, die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt entscheidend von den Handelsgesprächen und vom nicht enden wollenden Brexit ab. Wenn es zu Lösungen kommt, dürften die Unternehmen Morgenluft wittern. Im umgekehrten Fall droht weiteres Ungemach. Dann ist die aktuelle Erholung im verarbeitenden Gewerbe wohl nur ein Strohfeuer.

So oder so gilt: Die Wachstumsaussichten bleiben gedämpft. Der Strukturwandel im Automobilsektor kostet Wachstumspotenzial. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte Eurozone.

22.11.2019 | 12:23

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