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(Foto: Sunny studio / shutterstock.com)

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Hessen-Mikrodarlehen feiert fünfjähriges Bestehen

Im Dezember 2013 fiel der Startschuss für das Hessen-Mikrodarlehen, ein speziell für Existenzgründungen und junge Unternehmen ins Leben gerufenes, unbesichertes Darlehen. Von Programmstart bis Ende 2018 wurden insgesamt 361 Vorhaben mit Darlehen in Höhe von insgesamt 6,7 Millionen Euro gefördert. Bei einer Zusage-Quote von 71 Prozent, lag das durchschnittlich beantragte Antragsvolumen bei 18.032 Euro. Hieran wird deutlich, dass es nicht immer große Summen sein müssen, die einer guten Geschäftsidee zum Leben verhelfen. Mit nicht einmal 2,2 Prozent liegen die bisher festgestellten Ausfälle seit Ende 2013 bei 144.115 Euro. Mit Blick auf das zurückliegende Jahr wurden allein 2018 insgesamt 75 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 1,59 Mio. Euro bewilligt.

Das Produkt ist seit fünf Jahren am Markt und die ersten Kundinnen und Kunden haben das Darlehen nun planmäßig zurückgezahlt. Hierzu zählt die Unternehmerin Rieke Rauert, die mit dem Hessen-Mikrodarlehen vor fünf Jahren ihre Leidenschaft für Inneneinrichtung zum Beruf machte und das Home Staging-Unternehmen „ROOM N°1“ gründete. Heute möbliert und dekoriert Frau Rauert erfolgreich zum Verkauf stehende Immobilien, Musterwohnungen und Showrooms und hat sich mittlerweile über Frankfurt hinaus einen Namen gemacht. „Vor allem der Anfang war schwer, da ich noch keinerlei Kontakte hatte. In den ersten zwei Jahren habe ich daher hauptsächlich Netzwerkarbeit betrieben. Als ich dann die zwei ersten großen Referenzen vorweisen konnte, hat sich vieles verändert, das Geschäft kam langsam ins Rollen. Jetzt läuft es prima - ROOM N°1 ist jetzt eine GmbH und 2019 stehen wieder zahlreiche Projekte auf dem Plan von Einrichtungskonzepten über Vorträge und Möblierungen. Ich werde sogar mit einem zweiten Unternehmen durchstarten“, resümiert Rauert ihren Erfolg.

„Wir haben das Hessen-Mikrodarlehen damals ins Leben gerufen, um Gründerinnen und Gründer mit ihren neuen Geschäftsideen den Schritt in den Markt zu erleichtern. Die große Nachfrage danach belegt, dass wir hier ein sehr attraktives Förderprodukt anbieten. Hessen nimmt auch in Zukunft Geld in die Hand, um Unternehmerinnen und Unternehmer zu unterstützen“, sagt Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Das Hessen-Mikrodarlehen, das die WIBank im Auftrag des Landes über Kooperationspartner, wie Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern oder regionale Wirtschaftsförderer, anbietet und auch dort beantragt wird, kann zwischen 3.000 und 25.000 Euro betragen und stellt mittlerweile einen wichtigen Bestandteil der hessischen Gründungsförderung dar. Es dient der Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln, welche für die Gründung, Übernahme oder Festigung eines Unternehmens in Hessen innerhalb der ersten fünf Jahre nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderlich sind. Das Hessen-Mikrodarlehen wird von einer sehr heterogenen Gruppe an Kunden genutzt – technologisch orientierte Hochschulabsolventen gehören ebenso wie kleine Handwerksbetriebe zu den Nutzern. Eine erfolgversprechende Geschäftsidee sowie ihre dauerhafte wirtschaftliche Tragfähigkeit stehen bei der Antragstellung im Vordergrund. Das Darlehen hat eine Laufzeit von sieben Jahren, einen Zinssatz von derzeit nominal 5,75 Prozent p.a. und eine tilgungsfreie Zeit von sechs Monaten, was sich in der besonders kritischen Anfangsphase einer Gründung positiv auswirken kann.

Seit Oktober 2018 gibt es eine neue Variante des Hessen-Mikrodarlehens: „Hessen-MikroCrowd“ ist eine Kombination aus Mikrodarlehen und Crowdfunding. Kooperationspartner der WIBank ist die Startnext GmbH, eine online-basierte Crowdfunding-Plattform für Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz, auf der Gründer, Erfinder und Kreative ihre Ideen vorstellen und sie mit der Unterstützung von anderen Menschen (= der Crowd) finanzieren können.

Im Rahmen der Start-Up-Initiative des Landes Hessen ist darüber hinaus für das 1. Quartal 2019 eine dritte Produktvariante in der Förderproduktfamilie Hessen-Mikrodarlehen geplant.

22.01.2019 | 16:42

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