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(Foto: Peshkova / Shutterstock)

„Immer mehr Anleger erkennen, dass sie sich selbst um ihre Finanzen kümmern müssen“

Dominic Schorle, Head of Brokerage Desk bei WH SelfInvest, über den richtigen Handel mit Differenzkontrakten und Futures, deren Attraktivität für Anleger und den neuen Service Investui.

Herr Schorle, der Handel mit Differenzkontrakten, kurz CFDs, erfreut sich großer Beliebtheit. Was macht diese Anlageform so attraktiv?

CFDs sind Finanzinstrumente, die für aktive und erfahrene Anleger konzipiert wurden. Mehr und mehr Anleger erkennen, dass Sie sich selbst um ihre Finanzen kümmern müssen und werden aktiv. Und hier können CFDs eine wichtige Rolle spielen. Ein Anleger kann auf fast alle Werte handeln: Aktienindizes, Einzelaktien, Währungen und Rohstoffe wie Gold und Silber. Die Preisgestaltung ist für ein Hebelprodukt sehr einfach und transparent. Die meisten Broker nehmen als Grundlage den Kurs des Basiswertes und setzen den Wert damit fest. Das heißt, wenn der DAX bei 13.500 Punkten steht, ist ein CFD auf den DAX 13.500 Euro wert. Spannend ist, dass sowohl Long- als auch Short-Positionen möglich sind. Dazu sind Software und Realtime-Kursdaten in den meisten Fällen kostenlos. Die Ordergebühren und Spreads sind ebenfalls sehr niedrig. Hier können Kunden schnell 50 Prozent und mehr im Vergleich zu anderen Finanzprodukten sparen.

Wo und wie werden solche Kontrakte eigentlich gehandelt?


Diese Produkte werden außerbörslich gehandelt. Der Vorteil beim Handel über eine Börse ist eine absolute Transparenz im Sinne der Preise und Ausführungen. Der Nachteil sind hohe Kosten. Bei manchen Transaktionen beläuft sich die Börsengebühr auf über 50 Prozent der kompletten Ordergebühren. Hinzu kommen Kosten für Marktdaten. Aus diesem Grund ist es für den Anleger von entscheidender Bedeutung die Qualität seines CFD Brokers zu beachten. WH SelfInvest nutzt als Grundlage für die Preisstellung originale Börsenkurse und hat in seinem Geschäftsmodell keinen Interessenkonflikt mit dem Kunden.  

Ihr zweites Hauptgeschäftsfeld ist der Handel mit Futures. Der Marktzugang hat sich für Privatanleger zuletzt deutlich verbessert.


Richtig. Die beiden großen und beliebten Terminbörsen bei deutschen Anlegern sind die Eurex und die Chicago Mercantile Exchange (CME). Beide haben in ihren Produktgestaltungen Privatanleger in den letzten Jahren mehr und mehr berücksichtigt. Über den Mini-DAX, Micro Forex und Rohstoff-Futures bis hin zu Micro Index-Futures auf beliebte US-Werte. Allerdings müssen Anleger realistisch sein. Es macht keinen Sinn zwei Bücher gelesen zu haben und dann sofort Daytrader werden zu wollen. Ein Anleger muss sich vorab intensiv mit dem Produkt und dem Handel beschäftigen. Dann sind Futures das wohl beste Instrument für den Anleger.  

Dennoch überwiegt noch immer eine gewisse Skepsis. Worin liegen die Vorteile von Futures?


Aus meiner Sicht ist der entscheidende Vorteil die Transparenz. Jede Order weltweit fließt in ein
Orderbuch. Alle Teilnehmer haben die gleichen Informationen über Preise, Ausführungen und Volumen. Und zwischen allen Transaktionen steht die Börse und überwacht eine faire Ausführung und einen reibungslosen Handel.

CFDs und Futures bieten vielfältige Chancen bei gleichzeitig erhöhten Risiken. Worauf sollten Einsteiger achten?    


Der wichtigste Punkt ist mit Sicherheit das erhöhte Risiko. Beide Produkte sind mit Hebel ausgestattet, was einerseits ein Vorteil sein kann, wenn sich das Investment in die gewünschte Richtung entwickelt. Andererseits kann die Hebelwirkung aber auch ein Nachteil sein, wenn sich das Investment nicht wie gewünscht entwickelt. Anleger sollten sich diesen Produkten daher langsam nähern und mit kleinen Positionen Erfahrungen sammeln. Einer der Kardinalsfehler ist der Versuch möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen. Dies geht nur mit enormen Risiken und daher in den meisten Fällen schief. 

Vor kurzem haben Sie einen neuen Service gestartet, der es Kunden ermöglicht, intelligent in Dax, S&P 500, US-Dollar und Gold zu investieren. Das müssen Sie kurz erläutern.  

Dieser neue Service nennt sich Investui. Der Grundgedanke dahinter ist, Anlegern die Möglichkeit zu geben professioneller anzulegen. Das heißt konkret ein Investment nach wissenschaftlich belegten Ansätzen, ohne hohe Kosten, die die Rendite schmälern sowie darüber hinaus eine Diversifikation in verschiedene Märkte und Anlageklassen. Und damit es wirklich angenommen wird, muss es so bequem und einfach sein, dass nicht nur Trader, sondern prinzipiell jeder Anleger daran teilhaben kann.

Das heißt?


Investui nutzt Markteffekte als Ausgangspunkt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist, dass Öl und Gas steigen, wenn der Winter naht. Diese Effekte und ihre Renditen sind in hunderten von Studien nachgewiesen. Professionelle Investoren rund um die Welt nutzen diese Effekte. Bei der Umsetzung steht der private Anleger dann jedoch in der Regel vor drei Hürden: Als erstes kennt er die Effekte nicht beziehungsweise muss diese erst mühsam und zeitintensiv ausfindig machen. Zweitens benötigt er die richtigen Finanzinstrumente, um diese Effekte dann kostengünstig in konkrete Trades umzusetzen. Und drittens fehlt ihm die Zeit und Muße ständig die Märkte zu überwachen. Diese Hürden räumt Investui aus dem Weg. Tatsächlich wurde der Prozess soweit vereinfacht, dass ein einfacher Klick in einer E-Mail genügt.

Die Fragen stellte Oliver Götz

24.04.2020 | 10:01

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