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Cool, entspannend, wohlriechend: Die neue S-Klasse setzt Maßstäbe, zum Beispiel mit dem Stop-and-Go-Piloten, der das Fahrzeug im Stau bis 60 Stundenkilometer selbst lenkt. Damit läutet Mercedes-Benz die Zukunft des Fahrens ein.

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Die zehn Gebote

S-Klasse

Mercedes präsentiert das neue Luxusmodell als „bestes Automobil der Welt“. Die Branche feiert einen Meilenstein. Doch was ist aus Sicht des Autofahrers wirklich so besonders?

Die Automobilwelt blickt gespannt auf die neue Generation der S-Klasse. Seit über 40 Jahren setzt das Oberklassemodell neue Maßstäbe. So wie 1978, als die Ingenieure das Antiblockiersystem ABS erfunden hatten. Oder 1981, als der Airbag das erste Mal eingesetzt wurde. Doch sind solche Innovationen auch bei der diesjährigen Baureihe 222 zu erwarten?

Autotester entdecken zwar keine historischen Sensationen, loben das neue Modell aber überwiegend. Die „FAZ“ schwärmt: „Der Zauber steckt im Detail. Das Auto ist ein Großereignis der Technik. Jetzt brauchen wir nur noch einen Chauffeur.“ „Die Zeit“ applaudiert: „Aller Ehren wert“. „Bild“ urteilt etwas strenger: „Beim Gewicht und Verbrauch hat Mercedes aufgeschlossen. Bei Komfort und Sicherheit setzt sich die S-Klasse klar an die Spitze. Beim Preis ist sie dort ja schon lange.“ Nur das Satiremagazin „Titanic“ witzelt frech: „Dem Alter des durchschnittlichen Käufers angemessen, gibt es die neue S-Klasse auch als Leichenwagen.“

Dabei bietet das Auto zehn neue Features, die auch jüngeren Fahrern wirklich Spaß machen.

1. Du sollst nicht einparken.
Kopf drehen, Lenkrad kurbeln, Zentimeter schuckeln. Vorbei. Von gestern. Die Einparkhilfe der neuen S-Klasse ist vollends zur Einparkautomatik perfektioniert. Das Auto kann ganz von allein einparken, und zwar quer und längs.

2. Du sollst keine Verspannungen bekommen.
Der rechte Rücksitz wird auf Knopfdruck so bequem wie die Business-Klasse der Lufthansa, mitsamt Waden- und Fußauflage. 14 separat gesteuerte und teilweise beheizte Luftkissen massieren den Rücken der S-Klasse-Gäste. Wie in einer Wellness-Oase kann das Auto sogar eine Hot-Stone-Massage. Warme Stempel massieren dabei den stressgeplagten Rücken der Topmanager.

3. Du sollst an der Tankstelle nicht arm werden.
Die S-Klasse ist die erste Luxuslimousine, die bei ihrem umweltschonenden Modell einen Verbrauch unter sechs Litern hat. Ein Grund dafür ist auch die verblüffende Aerodynamik. Die Karosse ist mit einem cW-Wert von 0,24 das windschnittigste Auto seiner Kategorie. Sie liegt damit nur zwei Hundertstel über dem schnittigsten Serienauto überhaupt (dem Mercedes CLA mit cW 0,22).

4. Du sollst gut riechen.
Der Innenraum der Limousine kann – wie weiland im Maybach – beduftet werden. Wie in einer Sauna beim Aufguss gibt es unterschiedliche Duftnoten, die auf Knopfdruck versprüht werden.

5. Du sollst keine Bodenwellen spüren.
Schlaglöcher und Bodenwellen, die bisher zum Verschütten des Kaffees geführt haben, erkennt der sogenannte Road-Surface-Scan, eine Doppelkamera, die die Fahrbahn abtastet. Dann greift die „Magic Body Control“ ein, die das Fahrwerk elektronisch auf die Situation einstellt und die Straßenunebenheiten regelrecht ausbügelt und entsprechend abfedert. Man fühlt sich wie auf einem fliegenden Teppich.

6. Du sollst besser sehen.
Durch die Verknüpfung diverser Sensoren, Kameras und Radaren entsteht ein 360-Grad-Bild. So werden zum Beispiel querende Fußgänger oder Tiere bis zu 200 Metern Entfernung erkannt. Damit sind rund ein Drittel der Unfälle vermeidbar.

7. Du sollst auch im Dunkeln etwas erkennen.
Eine Wärmebildkamera erfasst auch nachts oder bei schlechter Sicht unbeleuchtete Passanten, Radfahrer oder Tiere. Der Cockpitmonitor zeigt ein Nachtsichtbild mit Gefahrenmarkierung.

8. Du sollst cool leuchten.
Glühlampen sind von gestern. Stattdessen lassen 500 LED-Lampen den Weg nach Hause taghell erleuchten. Die Bremsleuchten hingegen dimmen automatisch ab, wenn sie den Hintermann blenden könnten.

9. Du sollst dich im Stau entspannen.
Der Stop-and-Go-Pilot übernimmt im Stau das Fahren. Der Mercedes folgt von selbst dem Vordermann, auch wenn es keine Fahrbahnmarkierung gibt. Diese Art eines Autopiloten funktioniert bis zu 60 Stundenkilometer. Experten nennen das „teilautonomes Fahren“.

10. Dein Konzertsaal soll rollen.
Insgesamt 24 Lautsprecher und 24 Verstärkerkanäle sorgen mit ihren 1540 Watt dafür, dass die S-Klasse eine außergewöhnlich klare Akustik wie in einem Konzertsaal erzeugen kann. Ist die Musik aus, dann wird es ganz still im Wagen, denn diese S-Klasse ist so leise, dass man das Auto einfach nicht mehr hört.

Fazit: Mercedes-Benz hat in einer langen Durststrecke zuschauen müssen, wie die Konkurrenz hier und da überholen konnte. Nun aber haben die Schwaben wieder ein außergewöhnliches Auto entwickelt. Daimler-Chef Dieter Zetsche präsentiert es als das „beste Automobil der Welt“. Das frei-lich hat seinen Preis. Das nackte Basismodell mit dem kleinsten Diesel kostet schon 80000 Euro. Mit den üblichen Extras kommt man immer auf 100000 Euro Startpreis.

Valentin Weimer

21.06.2013 | 14:18

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