Anzeige

Gemeinsam werden der neue US-Präsident Joe Biden und die Vizepräsidentin Kamala Harris die USA künftig führen.


Karrierealle Jobs

US-Wahl 2020: +++ Joe Biden wird der 46. US-Präsident +++ Trump: Seit wann sagen Medien an, wer Präsident ist?

Es war keine normale Präsidentschaftswahl in den USA. Am Samstag hatte es der demokratische Herausforderer von Amtsinhaber Donald Trump, Joe Biden, nach vier Tagen endlich geschafft. Biden ist damit der 46. Präsident der USA und wird im Januar sein Amt antreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenminister Heiko Maas haben dem neuen Mann aus Delaware gratuliert und damit signalisiert, dass sie die Wahl als demokratische anerkennen und den 77-Jährigen ehemaligen Vize-Präsidenten von Barack Obama in den nächsten vier Jahren unterstützen.

8. November 2020

20.05 Uhr: Republikaner suchen bereits den Kandidaten für 2024

Während sich Trump weiterhin dem Gedanken zu verweigern scheint, dass seine Zeit im Weißen Haus am 20. Januar beendet wird, blickt die “Grand Old Party” bereits nach vorn. Wer wird republikanischer Präsidentschaftskandidat 2024? Außenminister Mike Pompeo hat seinen Wahlkampf bereits begonnen. Aber auch Senator Ted Cruz und Ex-Gouverneurin Nikki Haley werden genannt. Und Ivanka Trump. Als Außenseiter mit großen Chancen gilt der Fox-Star-Moderator Tucker Carlson. Aber selbst Donald Trump könnte in vier Jahren erneut antreten. Wer hat die größten Chancen, 2024 voraussichtlich gegen Kamala Harris ins Rennen zu gehen? Dazu eine Analyse von TheEuropean-Herausgeber Ansgar Graw.

19.52 Uhr: Donald Trump teilt wieder aus

“Seit wann sagen die Lamestream-Medien an, wer unser nächster Präsident sein wird?”, fragt Donald Trump über Twitter. “Wir haben alle in den letzten zwei Wochen viel gelernt!” Sollten die First Lady und Schwiegersohn Kushner ihn wirklich gedrängt haben, seine Niederlage einzuräumen, hat das bislang erkennbar keinen Effekt gehabt.

19.30 Uhr: Melania Trump drängt den Präsidenten aufzugeben

CNN berichtet dies: Schwiegersohn Jared Kushner, wichtiger Berater des Präsidenten vor allem für dessen erfolgreiche Nahost-Politik, habe Donald Trump gedrängt, seine Niederlage einzuräumen. Zuvor habe bereits First Lady Melania Trump dem Gatten klarzumachen versucht, dass es Zeit sei, aufzugeben. Jason Miller, Wahlkampf-Sprecher des Präsidenten, bestreitet, dass Kushner den Schwiegervater mit einem solchen Ansinnen angesprochen habe. Er habe dem Präsidenten lediglich “geraten, alle verfügbaren Rechtsmittel zu ergreifen, um die Richtigkeit (der Wahlauszählung) sicherzustellen”, so Miller. CNN hingegen bleibt bei seiner Darstellung.

03.44 Uhr: Der Sieger redet, der Besiegte schweigt

“Wir müssen die Seele Amerikas wiederherstellen”, sagte Joe Biden, der President-elect, als er sich am Abend (Ortszeit) in seiner Heimatstadt Wilmington (Delaware) als gewählter Präsident an die Nation wandte. Er bemühte sich erneut um ein Signal der Aussöhnung und einer neuen Einigkeit im gespaltenen Land. “Unsere Nation ist geprägt durch den ständigen Kampf zwischen unseren besseren Eingebungen und unseren dunkelsten Impulsen. Und es kommt darauf an, was die Präsidenten in diesem Kampf sagen. Es ist an der Zeit, dass sich unsere besseren Eingebungen durchsetzen”, so der Demokrat, der am 20. Januar zum 46. US-Präsidenten vereidigt werden soll. . “Heute Abend schaut die ganze Welt auf Amerika, und ich glaube, dass Amerika zu unserer besten Zeit ein Leuchtfeuer für den Globus ist. Wir werden nicht nur durch das Beispiel unserer Macht führen, sondern auch durch die Macht unseres Beispiels”, sagte der frühere Senator und Vizepräsident.

Tendenziell die Show gestohlen hatte Biden allerdings Kamala Harris, die vor ihm sprach. Die künftige Vizepräsidentin, Tochter einer Inderin und eines Jamaikaners, sandte ein Signal der Diversität und Inklusion, als sie sagte: “Jedes kleine Mädchen, das dies heute sieht, erkennt, dass dies ein Land der Möglichkeiten ist.” Und weiter: “Ich mag die erste Frau in diesem Amt sein, aber ich bin nicht die letzte.” Schließlich: “Die Menschen dieser Nation haben gesprochen. Sie haben uns einen überzeugenden Sieg bereitet. Einen klaren Sieg.”

Von Präsident Donald Trump gab es zunächst keine Reaktion. Er scheint weiter entschlossen, die Abwahl nicht akzeptieren zu wollen.

01.00 Uhr: Bidens Anhänger feiern

Aus etlichen Städten der USA werden Bilder gezeigt von begeistert feiernden Menschen. Es sind viele “Biden / Harris”-Plakate zu sehen. Aber auch Transparente wie dieses: “Ich feiere nicht den Sieg von Biden, sondern die Niederlage von Trump.”
 
7. November 2020

20.00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel gratuliert dem President-elect:

Gratulation auch vom deutschen Außenminister

Zur Wahl in den USA erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD):
„Wir gratulieren Joe Biden und Kamala Harris zu ihrem Wahlerfolg und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der nächsten Regierung der Vereinigten Staaten. Viele internationale Herausforderungen werden wir nur gemeinsam lösen. Wir wollen in diese Zusammenarbeit investieren.

Unser Angebot steht: für einen transatlantischen Neustart, einen „New Deal”. Wir werden deshalb nach Abschluss der Wahl auf die dann gewählte Regierung zugehen. Wir werden konkrete Vorschläge machen, wie wir die transatlantischen Reihen schließen können: Im Umgang mit Akteuren wie China, beim Klimaschutz, beim globalen Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Joe Biden hat im Wahlkampf deutlich gemacht, dass er die weltpolitische Stärke der USA im Team Play sieht und nicht im Alleingang. Auch wir wollen, dass der Westen wieder als Team spielt. Nur so können wir unseren gemeinsamen Werten in der Welt Geltung verschaffen, nur so haben wir das dazu nötige Gewicht. Wir sind als Europäer bereit, uns noch stärker in dieser Partnerschaft einzubringen.”

Friedrich Merz: Die Welt atmet auf


Herzlichen Glückwunsch @JoeBiden zu Ihrer Wahl zum 46. #Präsidenten der Vereinigten Staaten von #Amerika. Die Welt atmet auf. Mit Ihnen gibt es eine Chance, dass #Europa und Amerika wieder besser zusammenarbeiten und gemeinsam für Frieden und Freiheit auf der Welt einstehen. (FM)

Martin Schulz gratuliert Joe Biden

Herzlichen Glückwunsch,  @JoeBiden! Dieses Mal wird der Kandidat, der die Mehrheit der Menschen in den USA hinter sich hat, Präsident. Endlich bricht eine neue Zeit an. Biden muss nun das tun, wofür er angetreten ist – ein gespaltenes Land versöhnen und einen. #Election2020

19.05 Uhr: Trump golft

Immerhin wirkt der (mutmaßlich) geschlagene Donald Trump nicht depressiv. Er spielte Golf, als CNN Joe Biden als President-elect ausrief. AP fotografierte den Präsidenten, und auf Twitter wurde das Bild rasch verbreitet.

18.50 Uhr: Wer ist Joe Biden? Ein Porträt

Wer ist der nächste Präsident? Als Kind wurde er gemobbt wegen seines Stotterns. Als junger Senator verlor er Frau und Tochter bei einem Autounfall. Als Vizepräsident erlebte er das Sterben eines Sohnes am Hirntumor mit. Joe Biden ist ein erfahrerner Politiker. Aber er schreckte auch vor Schummeleien und Plagiaten in seinen Reden nicht zurück. Ein Porträt über den (voraussichtlichen) President-elect, der am 20. Januar 2021 ins Amt eingeführt wird, von TheEuropean-Herausgeber Ansgar Graw lesen Sie hier.

18.35 Uhr: Trump erkennt Wahlsieg Bidens nicht an

Donald Trump meldet sich umgehend auf Twitter zu Wort. “ICH GEWANN DIESE WAHL, DEUTLICH”, verkündet er in seiner üblichen Großlettrigkeit. Der Präsident will die Niederlage nicht anerkennen, er setzt auf Nachwahlen und auf etliche gerichtliche Klagen gegen die Auszählung. Beides ist sein gutes Recht. Aber nicht einmal unter den Republikanern rechnen viele mit einem Erfolg. In der Grand Old Party hat man sich weitgehend mit der Niederlage abgefunden. Und jetzt wird es um Trump rasch einsam.

17.24 Uhr: CNN prognostiziert: Joe Biden wird der 46. US-Präsident

Natürlich handelt es sich nur um eine Projektion. Aber der Sieg in seinem Heimatstaat Pennsylvania ist dem späteren Senator für Delware und Vizepräsidenten unter Barack Obama nicht mehr zu nehmen. Mindestens 273 Stimmen der Wahlleute wird Biden damit bekommen. Rechnet man Arizona hinzu, wie es FoxNews seit drei Tagen tut, sind es sogar 284 Stimmen. Und es können durch Georgia und Nevada noch mehr werden. Darum spricht jetzt alles dafür: Biden ist President-elect bis zur Inauguration am 20. Januar 2021.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz für Biden

Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat der SPD Olaf Scholz wäre frohm wenn der nächste US-Präsident Joe Biden hieß. Es gebe mit Biden eine gute Möglichkeit, zum Multilateralismus zurückzukehren, sagte Scholz in der “Financial Times”. “Wir haben so viele Herausforderungen vor uns, aber wir können damit sehr viel erfolgreicher umgehen mit einem Präsidenten Biden”.

12:00 Uhr: Hollywood freut sich: Die ersten Biden-Fans feiern schon

Während die Auszählung in den verleibenden Bundestaaten fortgesetzt wird, freut sich Hollywood schon über den Vorsprung von Joe Biden. Viele Promis hatten sich für den demokratischen Herausforderer engagiert und zeigten sich nun erleichtert. Schauspielerin Eva Longoria jubelte auf Twitter “Ja!!! Präsident Biden ist auf dem Weg”. Ein Video, das von Schauspielern wie Vincent D’Onofrio und Rachel Brosnahan auf Twitter geht gerade voll ab um Netz. Dort trumpfen in einer abgewandelten Kampfszene aus “Avengers: Endgame” Demokraten wie Biden als Captain America, Barack Obama als Black Panther und Bernie Sanders als Doctor Strange gegen Donald Trump als Marvel-Bösewicht Thanos auf.


11:00 Uhr: Trump-Sohn fordert „totalen Krieg“ um die Wahl und vermisst Unterstützung der Republikaner

Donald Trumps Sohn ruft mit Kriegsrhetorik seinen Vater zum Kampf um den Wahlausgang auf. Es sei an der Zeit „aufzuräumen“, schreibt Donald Trump junior. Zudem scheinen sich die ersten Republikaner abzuwenden.

10:00 Uhr: Merkel eiert rum


Wird Angela Merkel Joe Biden zum Wahlsieg gratulieren, wenn er mehr als 270 Wahlleute beisammen hat? Der Außenminister eierte herum. Währenddessen fordert sein Vorgänger im Amt, Sigmar Gabriel, eine klare Haltung von Angela Merkels Regierung zur US-Wahl.

08:00 Uhr: Greta Thunberg verspottet Trump „Chill Donald, chill!“

Jetzt schaltet sich Erzfeindin Greta Thunberg ein und empfiehlt dem Noch-Präsidenten: „Chill Donald, chill!“

03.15 Uhr: Verzweifelter Tweet von Trump

Der Präsident, der sich in der Wahlnacht verfrüht zum Sieger erklärte, findet derlei Aktionen jetzt schlecht – offenkundig hat Donald Trump Angst, sein Gegner Joe Biden könnte angesichts seiner aktuellen Führung in vier von noch fünf auszuzählenden Staaten bald einen sehr ähnlichen Plan entwickeln und sich zum Wahlsieger erklären. Trumps Appell: “Joe Biden sollte nicht fälschlicherweise das Amt des Präsidenten beanspruchen. Ich könnte diesen Anspruch ja auch erheben. Juristische Verfahren begonnen gerade jetzt.”

03.05 Uhr: Die aktuellen Zwischenstände

Ein Überblick über die Staaten, in denen die Auszählung noch nicht abgeschlossen wurde:

PENNSYLVANIA (2o Electoral-Stimmen)

Biden: 49,5 Prozent
Trump: 49,2 Prozent
ausgezählte Stimmen: 96 Prozent

GEORGIA (16 Electoral-Stimmen)
Biden: 49,4 Prozent
Trump: 49,3 Prozent
ausgezählte Stimmen: 99 Prozent

NEVADA (6 Electoral-Stimmen)
Biden: 49,8 Prozent
Trump: 49 Prozent
ausgezählte Stimmen: 93 Prozent

NORTH CAROLINA (15 Electoral-Stimmen)
Trump: 50 Prozent
Biden: 48,6 Prozent
ausgezählte Stimmen: 92 Prozent

ARIZONA (11 Electoral-Stimmen)
Biden: 49,8 Prozent
Trump: 48,7 Prozent
ausgezählte Stimmen: 94 Prozent

02.25 Uhr: Wie war das noch gleich mit “Trumps Lieblingssender”?

Eine Entscheidung ist immer noch nicht gefallen. Aber seit der Wahlnacht hat sich schon viel verändert. Erinnern Sie sich noch an Donald Trumps Lieblingsboulevardblatt? Das war bis zum 3. November die “New York Post”. Die fuhr noch ungefähr eine Woche vor der Wahl eine schrille Geschichte über die angeblich krummen Geschäfte von Hunter Biden in China, in die sein Vater Joe entgegenen seinen Äußerungen verstrickt gewesen sei. Und jetzt? Verkündet die Zeitung auf Seite 1: “Niedergeschlagener Trump erhebt haltlose Vorwürfe des Wahlbetrugs.” Alles nicht mehr wie früher…

Und dann gab es da doch diesen Lieblingssender des Präsidenten, der ihm stets gern das Mikrofon hinhielt und dessen erfolgreichste Moderatoren Sean Hannity und Tucker Carlson für jede abwegige Handlung Trumps noch eine entschuldigende Erklärung erfanden. Das mochte der Präsident, und er nutzte seine Auftritte, um auf einen anderen Sender zu schimpfen, den er den “Feinden des Volkes” zurechnete. Ja, wir sprechen von FoxNews und von CNN. Und jetzt raten Sie bitte mal, welcher dieser Screenshots mit dem von den dortigen Journalisten ausgerechneten Stand der Electoral Votes von von “Trumps Lieblingssender” und welches von “Trumps Lieblingsfeindsender” stammt?

In der Tat kann man da grübeln. Wir verraten die Lösung: Bei dem bislang so Trump-vernarrten FoxNews führt der Demokrat Biden seit drei Tagen deutlicher als bei dem angeblich den Demokraten ergebenen Sender CNN. Der wichtigste Unterschied: FoxNews hat bereits in der Wahlnacht begonnen, Arizona Joe Biden zuzurechnen. Das hat CNN bis heute nicht getan. Trump jedenfalls war in der Wahlnacht so sauer über diese Einschätzung von FoxNews so verärgert, dass er vor die Medien trat. In seinem bizarren Auftritt behauptete er, die Sender verfälschten seine Ergebnisse, und sprach von “Wahlbetrug”. Inzwischen sind viele Beobachter sicher, dass Trump nach seiner mutmaßlich am 20. Januar 2021 endenden Amtszeit einen eigenen Fernsehsender aufmachen will, natürlich rechts von FoxNews.

6. November 2020

16.00 Uhr: Begeisterung im Biden-Lager

Allerdings gehen die Auszählungen ja noch weiter. Und dann sind auch noch die gerichtlichen Entscheidungen abzuwarten.

15.30 Uhr: Biden übernimmt Führung in Georgia und Pennsylvania

Inzwischen führt Biden in Georgia mit 1096 Stimmen. Noch 10.000 Stimmen sind auszuzählen, vor allem aus Hochburgen der Demokraten. In Pennsylvania führt Biden inzwischen ebenfalls knapp. Mit Georgia kämen 16 Stimmen hinzu, mit Pennsylvania gar 20. Mit auch nur einem dieser Bundesstaaten käme Biden über die magische Marke von 270 Voten.

Trump als schlechter Verlierer

Mit seinem Ausruf zum Wahlsieger hat sich Donald Trump kaum Freunde gemacht. Die prekäre Situation, in der sich der Republikaner gerade befindet, wird nicht besser durch eine Flut von agressiven Twitter-Posts. Während die Auszählung in fünf Schlüsselstaaten noch weiter läuft, sorgte Amtsinhaber Donald Trump mit einer Presskonferenz für weiteren Wirbel. Erneut beanspruchte er den Sieg für sich und er suchte erneut, mit Betrugsvorwürfen Zweifel am Wahlprozess zu schüren.

„Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich mit Leichtigkeit. Wenn man die illegalen Stimmen zählt, können sie versuchen, uns die Wahl zu stehlen.“ Der Präsident sprach ein Mal mehr von angeblichem „Betrug“ bei der Wahl und bekräftigte, massiv juristisch gegen die Wahlergebnisse in einzelnen Bundesstaaten vorzugehen.

„Das ist der Fall, wo sie versuchen, die Wahl zu stehlen. Sie versuchen, eine Wahl zu manipulieren.“ Trump griff erneut die Briefwahlen an: „Es ist unglaublich zu sehen, wie diese Briefwahlstimmen so einseitig sind.“

Auf Trumps ewige Betrugsvorwürfe gegen die Demokraten hatten die Sender ABC, CBS und NBC reagiert. Sie brachen die Übertragung der Pressekonferenz vorzeitig ab. Nachdem der Republikaner mehrere Minuten lang gesprochen hatte, gingen die Sender wieder zu ihrem regulären Programm über. „Wir müssen jetzt unterbrechen, weil der Präsident eine Reihe falscher Behauptungen gemacht hat“, so Lester Holt von NBC. Es gebe keine Beweise für Wahlbetrug.

Dass Trump fast wie ein eingesperrter Löwe derzeit unlauter kämpft, entsetzt selbst Politiker aus den eigenen Reihen. Scharfe Kritik an seinem Vorgehen kam von Mitgliedern der republikanischen Partei. Etliche Senatoren stellten sich teils offen gegen den Amtsinhaber.

09:20 Uhr In Georgia liegen Biden und Trump gleichauf

Der Wahlkampf in den USA bleibt spannend. Dennoch zeichnet sich langsam ab, dass Amtsinhaber Donald Trump nicht weitere vier Jahre im Weißen Haus regieren wird. Im Bundesstaat Georgia liegt Biden laut dem US-Sender CNN jetzt nur noch 665 Stimmen hinter Donald Trump. Damit hat er fast mit dem US-Präsidenten gleichgezogen. Prozentual liegen beide Kandidaten bei 49,4 Prozent der Stimmen. Inzwischen sind 99 Prozent der Stimmen ausgezählt.

08:00 Uhr: Joe Biden ist in der Nacht einem Sieg weiter näher gekommen

Joe Biden ist in der Nacht einem Sieg weiter näher gekommen. In dem besonders wichtigen Bundesstaat Pennsylvania (20 Wahlleute) machte er Boden  gut. In Georgia (16 WL) zog Biden faktisch mit Trump gleich. Dieser rückte seinerseits in Arizona (elf WL) näher an Biden heran. Den meisten Zählungen zufolge hatte Biden 253 Wahlleute sicher und Trump 214. Benötigt für einen Sieg werden aber 270.

5. November 2020

21:30 Uhr: Nevada zählt noch bis zum 12. November

Zu dramatischen Verzögerungen bei der Stimmauszählung. Voraussichtlich bis zum 12. November wird es dauern, bis die Briefwahlunterlagen auswerten sind. In Nevada führt der Demokrat Joe Biden mit 49,5 Prozent vor dem Republikaner Trump mit 48,5 Prozent. Etwa 87 Prozent der Stimmen sind ausgezählt.

20:30 Uhr: T.C. Boyle: Trump will die amerikanische Demokratie zerstören

Er ist einer der bekanntesten amerikanischen Romanautoren. Nun hat T.C. Boyle das Verhalten von US-Präsident Trump scharf kritisiert. Trump werde alles tun, um an der Macht zu bleiben, schreibt der 71-Jährige in einem Gastbeitrag für den „Spiegel“. „Trump beabsichtigt, unsere Demokratie zu zerstören, auf die eine oder andere Weise. Er will verzweifelt im Amt bleiben – nicht nur, um sein Ego und seine Brieftasche zu füttern, sondern um der zivil- und strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen: wegen seiner Geschäftemachereien, Steuerbetrug und sexuellen Übergriffen.“ Und weiter: „Ich habe die mörderische Präsidentschaft Richard Nixons erlebt und die ebenso blutige Herrschaft des Big-Business-Präsidenten George W. Bush – die Nachwirkungen seines Irakkriegs quälen uns heute noch. Aber nichts ist vergleichbar mit den Gefahren, die der Demokratie drohen angesichts der gegenwärtigen Umstände.“

Der us-amerikanische Literat schließt für die nächsten Tage Unruhen nicht auf, die Stimmung sei angeheizt von einem Präsidenten, zu dessen Politik die Spaltung gehöre und der seine Anhänger immer wieder zu Gewalt anstachelt. Das Trump gewinnt, schließt er aus“ Schon jetzt ist die Wahl ein Desaster für unsere Demokratie, auch wenn ich glaube, dass Biden sich durchsetzen wird, wenn die Stimmen ausgezählt sind.“

19:30 Uhr: Trump behauptet Existenz von Beweisen für Wahlbetrug

Donald Trump will wegen Wahlbetrugs in US-Bundesstaaten vorgehen, die vom Team von Joe Biden beansprucht werden. Auf Twitter schreibt der US-Präsident, es gebe zahlreiche Beweise. Welche genau das sein sollen, schreibt er nicht.

18:30 Uhr: Biden baut Vorsprung in Nevada aus

In Nevada kann Joe Biden seinen Vorsprung vor Donald Trump leicht ausbauen. Laut Edison Research kommt Biden nach Auszählung von 87 Prozent der Wählerstimmen auf 49,5 Prozent und Trump auf 48,5 Prozent.

17:30 Uhr: In Georgia sinkt der Vorsprung Trumps

18.146 Stimmen Vorsprung hät Präsident Donald Trump noch im Bundesstaat Georgia auf Herausforderer Joe Biden. Dort sind 61.367 Stimmen immer nicht ausgezählt. Insider  gehen davon aus, dass die meisten dieser noch offenen Stimmen an Biden gehen.

17:08: Spekulation: CNN-Reporterin: Wenn Trump verliert, könnte er 2024 wieder antreten

Jamie Gange, CNN-Sonderberichterstatterin, wagt einen Blick in die Zukunft. Gangel hatte Trump-Gegner gewarnt, dass eine Abwahl des Präsidenten nicht sein politisches Ende bedeuten muss. Trump wird und will die große Bühne nicht verlassen. Die Sonderberichterstatterin habe mit Mitarbeitern des Präsidenten gesprochen, die ihr gesagt hätten: “Seien Sie nicht überrascht, wenn er 2024 wieder antritt.”

16:09 Uhr: Trump oder Biden: Es bleibt spannend wie im Krimi

Auch in Arizona könnte Biden punkten. Laut Agentur Associated Press (AP) und dem US-Sender Fox sei der Vorsprung von Trump-Herausforderer Joe Biden zwar geschrumpft, dennoch reichten die Stimmen, die noch auszuzählen sind, nach eigenen Berechnungen nicht aus, um das Blatt noch zu wenden.

15:00 Uhr: Senator von Pennsylvania erwartet Sieg von Biden


Zuversichtlich gibt sich der demokratische Senator des umkämpften Bundesstaats Pennsylvania. Bob Casey rechnet fest mit einen Sieg von Joe Biden in seinem Heimatstaat. Casey sagte CNN, an diesem Morgen würden die Stimmen aus der Metropole Philadelphia eingehen. “Und wenn das reinkommt, nur das aus Philadelphia, könnte der Unterschied in Joe Bidens Richtung ausschlagen.”

14:53 Uhr: Joe Biden bricht Barack Obamas Stimmenrekord

Während die restlichen Stimmen noch ausgezählt werden, hat Donald Trumps Herausforderer bereits eine neue Bestmarke aufgestellt.

14:00 Uhr: Ex-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel betont: Als Ordnungsmacht fallen die USA vorerst aus

Wer glaubte, dass mit einem möglichen Wechsel im Weißen Haus ein neuer Kurs gegen Europa gefahren wird, wird enttäuscht. Zu diesem Schluss kommt Sigmar Gabriel: Der Ex-Bundesaußenminister rechnet damit, dass die USA zunächst weitgehend mit internen Problemen beschäftigt sein werden. “Das Land ist, egal, wer Präsident ist, unfassbar tief gespalten und wird deshalb auf mittlere Frist insbesondere als Ordnungsmacht in der Welt ausfallen”, so der SPD-Politiker. “Die Machtachsen der Welt haben sich längst verschoben vom Atlantik in den Pazifik. Amerika wird sich dort auf die technologischen Herausforderungen mit China konzentrieren, Amerika wird weit weniger europäisch, viel mehr pazifisch werden.”

13:14 Uhr: Biden in Georgia noch 0,4 Prozent hinter Trump

Die Auszählung im Bundesstaat Georgia nähert sich mit leichtem Vorsprung für Trump dem Ende. Laut Edison Research kommt der Präsident nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen weiterhin auf 49,6 Prozent. Biden legt demnach marginal zu und kommt auf 49,2 Prozent nach zuvor 49,1 Prozent.

12:43 Uhr: Der Kreml ist  besorgt über US-Hängepartie

Russland hat sich am Donnerstag, einem Tag nach der bislang unentschiedenen US-Wahl  besorgt über die andauernde Hängepartie in den USA gezeigt. Wie das Präsidialamt in Moskau erklärte, könne der Mangel an Klarheit nach der Präsidentenwahl negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die globale Entwicklung insgesamt haben.

11:33 Uhr: Deutscher Politiker: Auch mit Biden wird sich der Amerika-Kurs nicht ändern

Viele Deutsche glauben, dass sich mit einem neuen US-Präsidenten die Politik gegenüber Deutchland und Europa verändern wird. Damit zumindest rechnet CDU-Politiker David McAllister nicht. Der Druck der USA auf Europa, mehr Geld für die Verteidigung auszugeben, wird sich im Falle des Wahlsieges von Joe Biden nicht verringern.

11:02 Uhr: Trump ist stinksauer auf Fox News

Dass ausgerechnet der Lieblingssender von Donald Trump, Fox News, Joe Biden schon vor Auszählung aller Stimmen zum Sieger im Bundesstaat Arizona erkoren hat, sorgt beim amtierenden Präsidenten einem Bericht des Magazins “Vanity Fair” zufolge für viel Unmut.

10:30 Uhr: Trump behauptet hauchdünnen Vorsprung in Georgia

Auch im Bundesstaat Georgia hält das Kopf-an-Kopf-Rennen an. Laut Edison Research kommt Trump nach Auszählung von 95 Prozent der Wählerstimmen auf 49,6 Prozent und Joe Biden auf 49,1 Prozent.

09:30 Uhr: Biden kurz vor Präsidentschaft

In der Nacht hat sich Joe Biden die wichtigen “Swing States” Michigan und Wisconsin gesichert. Damit hat er am 5. November die Stimmen von 253 Wahlleuten sicher. Amtsinhaber Donald Trump muss Bidens Vorsprung in Arizona oder Nevada jetzt drehen, sonst hat der Republikaner keine Chance mehr.

Biden kurz vor Präsidentschaft

In der Nacht hat sich Joe Biden die wichtigen “Swing States” Michigan und Wisconsin gesichert. Damit hat er am 5. November die Stimmen von 253 Wahlleuten sicher. Amtsinhaber Donald Trump muss Bidens Vorsprung in Arizona oder Nevada jetzt drehen, sonst hat der Republikaner keine Chance mehr.

08:00 Uhr: Joe Biden braucht nur noch 17 Stimmen

Bei der US-Präsidentenwahl sieht sich Joe Biden auf dem Weg zum Sieg. Nach einer langen Auszählung sei es klar, dass er ausreichend Bundesstaaten gewinne, um die Wahl für sich entscheiden zu können, sagte Biden. Er habe Aussicht auf die dafür notwendigen 270 Stimmen.

21:00 Uhr: Trump erringt wichtigen Teil-Sieg in Maine

In Maine hatte zwar Joe Biden in Maine die meisten Stimmen erhalten, dennoch erhielt er nicht alle Wahlleute. Das besondere in dem Bundesstaat am nordöstlichsten Zipfel der USA ist – wie auch in Nebraska – dass nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner gehen. Neben zwei Wahlleuten, die auf dem Gesamtergebnis des Staates basieren, werden dort noch zwei weitere Wahlpersonen auf Basis der Ergebnisse in einzelnen Wahlbezirken bestimmt.

20:20 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Georgia

In Georgia müssen noch rund eine Viertelmillion Stimmen gezählt werden. Laut Staatssekretär Brad Raffensperger sind noch 200.000 Wahlzettel und 40.000 bis 50.000 vorzeitig abgegebene Stimmen zu erfassen. Die Verifizierung der Stimmzettel benötige viel Zeit. Trump hingegen hatte in der vergangenen Nacht bereits einen Sieg in Georgia verkündet.

Die eigentlichen Verlierer sind die Demoskopen

Der Wahlkampf in den USA hat gezeigt, die Demoskopen sind die eigentlichen Verlierer. Auch 2020 lagen sie so falsch wie es eben nur geht. In fast allen Swing States erklärten sie Biden zum Favoriten und hatten ihm einen soliden Vorsprung in eigentlich allen Wählergruppen vorausgesagt. Donald Trump hingegen hatten sie von Anfang an abschrieben und sein Versuch, das gute, als „weiße“ Amerika zu mobilisieren. Nun droht zwar Trump doch die Niederlage, aber dass es nochmals so eng zwischen Biden und Trump werden kann, hat keiner erwartet. Die Republikaner haben am 4. November auf alle Fälle gewonnen – zumindest gegen die Demoskopen.

Biden wird es machen

Biden ist weiterhin siegessicher. Das zumindest sagte seine Wahlkampfmanagerin Jen O’Malley Dillon. “Joe Biden ist auf dem Weg, diese Wahl zu gewinnen und er wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein”, sagte sie.

18:04 Uhr: Bundesregierung kommentiert Wahl in den USA zunächst nicht

“Die Bundesregierung hat Vertrauen in die demokratische Tradition und in die rechtsstaatlichen Institutionen der Vereinigten Staaten von Amerika”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

Solange es kein Endergebnis gibt, verfolge die Regierung “alles aufmerksam – aber sie kommentiert den Stand der Dinge nicht”. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolge “die Dinge aufmerksam”.

18:01 Uhr: Höchste Wahlbeteiligung seit 120 Jahren

Die Wahlbeteiligung bei der US-Wahl 2020 liegt bei 66,9 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 120 Jahren. Im Jahr 1900 hatte sie bei 73,7 Prozent gelegen. Damals setzte sich der Republikaner William McKinley gegen den Demokraten William Jennings Bryan durch.

17:42 Uhr: Biden-Team erwartet Trump-Niederlage noch heute

Das Wahlkampfteam von Biden rechnet noch heute mit mehr als 270 Stimmen der Wahlleute und dass ein Sieg Bidens in Michigan und in Wisconsin verkündet wird – und morgen in Nevada und in Pennsylvania.

17:30 Uhr: Biden hat 2,6 Millionen Stimmen mehr als Trump

Joe Biden hat in den USA gut 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Amtsinhaber Trump. Diese absolute Anzahl an Stimmen entscheidend aber nicht das Rennen um das Weiße Haus. Nach US-Medienberichten entfielen bislang mindestens 68,9 Millionen Stimmen auf Biden und 66,3 Millionen auf Trump.

17:01 Uhr: Ausgang der US-Wahl in Georgia völlig offen

In Georgia liegt Donald Trump mit rund 100.000 Stimmen vor Joe Biden. Doch Analysten zufolge ist das Rennen dort noch völlig offen. Georgia gilt als Hochburg der Republikaner. Doch in dieser Wahl hat Biden Chancen auf einen Sieg in dem Bundesstaat.

16:30 Uhr: Biden führt beim “Popular Vote” deutlich

In den USA wurden bisher insgesamt rund 136 Millionen Stimmen ausgezählt. Etwa 69,3 Millonen gehen an den Demokraten Biden, 67,1 Millionen an den Republikaner Trump. Doch US-Präsident wird nicht, wer beim “Popular Vote” die meisten Stimmen bekommt – entscheidend sind die Abstimmungen in den Bundesstaaten.

16:02 Uhr: In Michigan  liegt Biden knapp vor Trump

Laut Edison Research kommt Donald Trump nach Auszählung von 89 Prozent der Stimmen auf 49,1 Prozent und Biden auf 49,2 Prozent. Nach Auszählung von 79 Prozent der Stimmen war Trump noch auf 52 Prozent gekommen, Biden auf 47 Prozent.

15:43 Uhr: Auf diese Staaten kommt es jetzt an

Die Entscheidung über den nächsten US-Präsidenten, sei des Amtsinhaber Trump oder Biden, hängt nun an sechs Bundesstaaten: Pennnsylvania, Michigan, Wisconsin, North Carolina, Georgia und Nevada.

15:21 Uhr: Wettanbieter glaubt an Biden-Sieg

Beim britischen Online-Wettanbieter Smarkets dreht sich die Stimmung. Ein Sieg Trumps wird nur noch auf 21 Prozent taxiert, die Wahrscheinlichkeit eines Siegs von Biden liegt bei 78 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Monaten.

15:00 Uhr: Aktueller Stand bei der US-Wahl

 Joe Biden hat laut aktueller Prognosen 238 Wahlleute sicher, ihm fehlen 32 Wahlleute bis zur Mehrheit von 270. Donald Trump hat bisher 213 Wahlleute eingesammelt, daneben wird er sehr sicher die 3 aus Alaska erhalten. Ihm fehlen also 54 Wahlleute zum Sieg.

14:50 Uhr: Völlig irre: Slowenen gratulieren Trump zum Sieg

Das Ergebnis, wer neuer US-Präsident wird, ist derzeit völlig offen. Doch der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa hat Donald Trump bereits zum Wahlsieg gratuliert. “Es ist ziemlich klar, dass das amerikanische Volk Trump und Pence für weitere vier Jahre gewählt hat”, twitterte er als erster EU-Regierungschef. Die Ehefrau von Donald Trump Melania ist gebürtige Slowenin.

14:40 Uhr: Olaf Scholz: Alle Stimmen müssen ausgezählt werden

Vizekanzler Scholz (SPD) fordert die vollzählige Auszählung aller Stimmen bei der US-Wahl. Demokratische Wahlen müssten komplett stattfinden. In Wisconsin liefern sich Trump und Biden ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

14:20 Uhr: Verstorbener Kandidat in Lokal-Parlament in North Dakota gewählt

Panne in North Dakota. Dort wurde ein Kandidat in das örtliche Parlament des Bundesstaates gewählt, der bereits Anfang Oktober an Corona gestorben war. David Andahl blieb aber auf dem Wahlzettel und bekam am Dienstag gut 35 Prozent der Stimmen, wie aus Angaben der Wahlbehörde hervorgeht.

14:10 Uhr: Frankreich Rechte hoffen auf Wiederwahl

TrumpsFür die rechtspopulistische französische Politikerin Marine Le Pen wäre die Wiederwahl von Donald Trump gut für Frankreich als ein Sieg von Joe Biden. Der Republikaner stehe für die Rückkehr des Patriotismus, die Rückkehr der Grenzen und die Rückkehr der Souveränität, sagte Le Pen. Die 52-Jährige steht an der Spitze der rechten Sammlungsbewegung “Rassemblement National”.14:01 Uhr: Biden macht weiter Boden gutJoe Biden macht wieder Boden gut. In Michigan (16 Wahlleute) verringerte der 77-Jährige den Rückstand auf Amtsinhaber Donald Trump von 1,3 auf 0,5 Prozent. Biden liegt nur noch 27.000 Stimmen zurück. 86 Prozent der Stimmen sind hier ausgezählt.13:30 Uhr: Biden holt in Michigan weiter aufIm Bundesstaat Michigan hatte Amtsinhaber Donald Trump noch vor rund 30 Minuten einen Vorsprung von mehr als 200.000 Stimmen. Inzwischen ist der rapide auf rund 60.000 zusammengeschmolzen.  Trump hat jetzt 49,8 Prozent der Stimmen, Biden 48,5 Prozent.

11:49: Zitterpartie von Biden geht weiter

Joe Biden muss erneut zittern. Eigentlich ist Nevada eine sichere Bank für den Demokraten, doch ausgerechnet dort, liegt er nach 85 Prozent aller ausgezählten Stimmen nur noch mit einem Prozentpunkt oder etwa 11.000 Stimmen vorne. Der Grund: Im Landkreis Las Vegas hat Biden bislang wesentlich schwächer abgeschnitten als gedacht.

11:23: Biden in Wisconsin plötzlich knapp vor Trump

Insgesamt acht Staaten sind bei der US-Wahl noch offen. Drei von ihnen sind allerdings schon so gut wie entschieden. Alaska (drei Wahlmännerstimmen) geht höchstwahrscheinlich an Amtsinhaber Trump, Maine (3-4) und Nevada (6) sollten auf dem Konto von Biden landen. Im „Swing State“ North Carolina (15) sieht es außerdem stark nach Trump aus. Das lässt vier Bundesstaaten übrig: Georgia (16), Wisconsin (10), Michigan (16) und Pennsylvania (20).

09:34 Uhr: Biden holt in Wisconsin auf

In Wisconsin haben die Großstadt Milwaukee und die umliegenden Landkreise jetzt einen Großteil ihrer Briefwahlstimmen gemeldet. Und plötzlich liegt Biden mit 10.000 bis 20.000 Stimmen oder 0,3 Prozentpunkten vorne.

08.35 Uhr: Trump erklärt sich zum Sieger und will Gericht einschalten

Im Weißen Haus tritt Trump vor ausgewählte Anhänger und lobt seine Wähler und sich für einen „enormen“ Erfolg. Er spricht von „Betrug am amerikanischen Wähler“, weil die Auszählung gestoppt worden sein. Er werde den Supreme Court anrufen, um die Einbeziehung von Briefwahlunterlagen, die bislang nicht ausgezählt wurden, zu stoppen. In der Tat: Wenn die Staaten, in denen er nach dem vorläufigen Stand führt, darunter Pennsylvania, Michigan und Wisconsin, am Ende mehrheitlich für ihn gestimmt haben sollte, hätte er mehr als die 270 Electoral-Stimmen. Und wenn Richter dann entscheiden sollten, dass wegen des Postwegs verspätet eingegangene Briefwahlstimmen nicht anerkannt würden, bliebe Trump weitere vier Jahre im Weißen Haus.

07.40 Uhr: Beide können noch gewinnen

Texas geht an Trump, Florida hat er auch geholt, er führt in Georgia und in Michigan (wo Umfragen zuletzt Biden vorne wähnten). Auch in Main wählte die Mehrheit den Präsidenten. In Arizona liegt Biden nach der Auszählung von 79 Prozent der Stimmen klar vorn. In Kalifornien gehen von den zu 70 Prozent ausgezählten Stimmen zwei Drittel an Biden, weniger als ein Drittel an Trump. Das bleibt, wie immer, eine klare Bastion für die Demokraten. In Nebraska gehen vier Electoral-Stimmen an Trump, eine an Biden – das ist einer der wenigen Staaten, der nicht nach dem Winner-takes-all-Prinzip die Stimmen vergibt. Auch Maine werden sich die beiden aufteilen. CNN zählt jetzt insgesamt 220 zu 213 Stimmen zugunsten des Herausforderers, FoxNews kommt auf 238 zu 213, ebenfalls für Joe Biden. Aber 270 Stimmen hat bislang keiner von ihnen sicher. Ohne die Auszählung der Briefwahlstimmen wird es keine Klarheit geben. Und deren Legitimität zweifelt Trump weiterhin an. Muss am Ende der Supreme Court entscheiden, in den der Präsident drei neue Richter geschickt hat?

06.30 Uhr: Joe Biden: „Bin auf dem Weg zum Sieg“

Kurz nach Mitternacht Ortszeit erklärt sich Joe Biden in seinem Heimatort Wilmington (Delaware) gewissermaßen zum nächsten Präsidenten. Nun ja, nicht ganz: Er sei auf zuversichtlich, dass er auf dem Weg zum Sieg sei. Aber man müsse geduldig sein, bis alle Stimmen ausgezählt seien, so Biden unter Corona-Bedingungen vor hupenden Anhängern. Es sei nicht die Aufgabe der Kandidaten, sich zum Sieger zu erklären. Es sei nicht die Aufgabe der Kandidaten, sich zum Sieger zu erklären, sondern die des amerikanischen Volkes, twitterte er zudem.Offenkundig wollte der Demokrat einer Selbstausrufung Trumps zum Wahlsieger zuvorkommen. Der hatte einen entsprechenden Tweet abgesetzt: „Wir sind GROSS da, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen. Wir werden das niemals zulassen. Nach Ende der Wahl können keine Stimmen mehr abgegeben werden.“ Twitter versah die Nachricht mit einem Warnhinweis. Trump kündigte auch eine Erklärung an. Laut CNN-Prognosen führt Biden zu diesem Zeitpunkt mit 215 zu 171 Stimmen, laut FoxNews mit 237 zu 213.

03.45 Uhr: FoxNews sagt Trump Debakel voraus

Ausgerechnet sein Leib- und Magensender wagt eine negative Prognose: Laut FoxNews wird Biden mit einer Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent der nächste Präsident der USA. Und sogar den Senat werden die Demokraten zu 60 Prozent holen, so der Kabelsender. Das Repräsentantenhaus wird ohnehin in der Hand der Demokraten bleiben.

03.30 Uhr: Biden führt in Texas, Trump in Florida

Nach einer Leser-Anfrage dieser Hinweis: Trump hätte kaum Chancen, seine Wiederwahl zu sichern, wenn er nicht in Florida gewinnt. Umgekehrt kann Biden aber in Florida verlieren und trotzdem Präsident werden. Das liegt daran, dass Biden die 28 Electoral-Stimmen, die im Sunshine State zu holen sind, durch andere bevölkerungsreiche Bundesstaaten kompensieren kann, die mutmaßlich (Kalifornien; 55 Electoral Votes) oder nach den bisherigen Zahlen verlässlich (New York; 29 Electoral Votes) an die Demokraten gehen. Bislang führt Trump in Florida mit 51 zu 48 Prozent. Er schneidet nach den bisherigen Zahlen in dem Sunshine State gut ab bei Latinos und bei weißen Arbeitern. Auch in Michigan, Virginia und Georgia dürfte Trump das Rennen machen. North Dakota geht an den Präsidenten. Biden führt hingegen in Texas, Colorado und Pennsylvania. Bisheriger Stand: 89 zu 54 Electoral Votes für Biden.

3.20 Uhr: Wichtiger Senatssitz für die Republikaner

In dieser Nacht geht es ja auch um 35 von 100 Senatssitzen. Im Vorfeld hatte es Debatten gegeben, dass die Demokraten dort die Mehrheit holen könnten. Jetzt ist ein wichtiger Platz entschieden: In Kentucky hat Mitch McConnell, republikanischer Mehrheitsführer im Senat, sein Mandat gegen die Demokratin Amy McGrath verteidigt.

02:55 Uhr: Erwartete Gewinne für beide Seiten

Zwischenstand: New York geht an Biden, prognostiziert CNN. Das war so erwartet worden. Ebenso New Jersey. Dafür holt Trump West-Virginia und Arkansas. Auch keine Überraschung. Mit 73 zu 48 Stimmen führt der Herausforderer jetzt bei den Electoral Votes. Aber er braucht 270. Immer noch nicht entschieden ist Florida. Dort führt Trump inzwischen mit 51 zu 48,1 Prozent.

01:45 Uhr: Florida, Florida, Florida: Jetzt hat es sich gedreht

Die Zahlen im Sunshine State wechseln im Minutentakt. Aktuell führt Herausforderer Biden mit extrem knappen 0,1 Punkten. Und es sind 80 Prozent der Stimmen ausgezählt. Wenn Trump Florida verliert, kann er die Wahl kaum gewinnen.Dann wird Biden der neue Präsident. Als ältester Kandidat, der jemals angetreten ist. Biden gewinnt laut Projektion zudem Vermont. Das sind 3 Wahlleute. Trump hat bislang 11 Electoral Votes.

01:25 Uhr: Trump führt im Schlüsselstaat Florida

Aber der Vorsprung beträgt nur 1,5 Prozentpunkte, gut 48 Prozent der Stimmen sind ausgezählt. Da ist nmoch alles möglich

01:07 Uhr: Trump geht laut Prognose in Führung

Erste Prognosen: Der Bundesstaat Indiana geht laut CNN an Trump. Damit führt der Präsident rechnerisch mit 11 zu 0 Electorat-Stimmen. Indiana ist allerdings traditionell republikanisch, das Ergebnis war erwartet worden..

00:45 Uhr: Wirtschaft wichtigstes Thema, sagen 40 Prozent (CNN-Umfrage)

40 Prozent der Wähler bezeichnen die Wirtschaft als wichtigstes Thema für ihre Wahlentscheidung. Und: ebenfalls 40 Prozent sagen, ihre Situation heute sei besser als vor vier Jahren. 20 Prozent sagen, ihnen gehe es heute schlechter als bei der vorigen Präsidentschaftswahl.

22:50 Uhr: Vorsprung von Joe Biden in den Schlüsselstaaten schmilzt

In den entscheidenden Stunden der US-Wahl schmilzt laut dem Portal „RealClear Politics“ der Vorsprung von Joe Biden in den Schlüsselstaaten. In den Schlüsselstaaten Florida, North Carolina, Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Arizona liegt Biden im insgesamt nur noch 2,3 Punkte in Führung – das ist der niedrigste Wert seit Monaten.

In North Carolina hat Trump Biden sogar knapp überholt. Hier legte der Amtsinhaber mit 47,8 zu 47,6 Prozent vorne. Einen Tag zuvor hatte Jo Biden hier noch mit 0,3 Punkten geführt. North Carolina stellt 15 Wahlleute.

Auch in Pennsylvania (20 Wahlleute) konnte Donald Trump in den vergangenen Tagen ebenfalls aufholen, liegt aber noch hinter Biden. „RealClear Politics“ errechnet hier einen durchschnittlichen Stand von 48,7 zu 47,5 Punkten für den Demokraten. Am 1. November hatte Biden hier noch mit 4,3 Punkten geführt.

22:42 Uhr: In Maine lange Warteschlangen vor Wahllokalen

Reporter berichteten bei Schalten in verschiedene Staaten jedoch von unterschiedlichen Situationen vor Ort. In Maine bildeten sich lange Warteschlangen vor dem Wahllokal, in Minneapolis im Staat Minnesota sei dafür recht wenig los

21:40 Uhr: Weißes Haus abgeriegelt

Aus Sicherheitsmaßnahme wurde das Weiße Haus wegen möglicher Proteste nach der Wahl durch einen zusätzlichen Zaun abgeriegelt. Auf Bildern ist eine weiße, mauerartige Befestigung an der Südseite des Hauses zu erkennen.

21:26 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung in Connecticut

Bei der Wahl des künftigen US-Präsidenten zeichnet sich bereits jetzt eine hohe Wahlbeteiligung ab. Im Bundesstaat Connecticut etwa haben schon 75 Prozent der registrierten Wähler ihre Stimme abgegeben. Das war der Stand, der bei der Wahl 2016 erreicht wurde. Umfragen sehen Biden in Connecticut deutlich vorne.

19:57 Uhr: Florida ist für Trump wahlentscheidend

Überdurchschnittlich viele Rentner, Latinos und Unentschlossene: Die Wählergruppen im US-Bundesstaat Florida sind nicht nur sehr vielfältig, sondern könnten auch wahlentscheidend sein. Ohne Florida ist Donald Trump die Wahlniederlage so gut wie sicher. Hinzu kommt, dass seit fast 100 Jahren kein Republikaner mehr die US-Wahl gewinnen konnte, ohne im “Sunshine State” zu siegen

18:12 Uhr Trump ist siegessicher

Während seines Besuchs bei seinen Wahlkampfhelfern hatte sich Amtsinhaber Donald Trump siegessicher gezeigt. „Ich glaube, wir werden eine großartige Nacht haben“, sagte Trump am Dienstag in Arlington bei Washington. Die Zahlen, die der Republikaner aus den Bundesstaaten Texas, Arizona oder Florida sehe, seien sehr gut. Dennoch: Die letzten Umfragen sehen den republikanischen Präsidenten ahinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.

17:21 Uhr: Umfrage-Wende in wichtigem „Swing-State“ – Plötzlich führt Trump deutlich, wie 2016

Überraschung in Iowa- einem der größten so genannten „Swing States“: Plötzlich liegt der amtierende US-Präsident Donald Trump vor seinem Herausforderer Joe Biden.

15:55 Uhr: Roboteranrufe sorgen für Verwirrung

Vor Wahl des amerikanischen Präsidenten erhielten 10 Millionen Amerikaner seltsame Anrufe. Wie die „Washington Post“ berichtet, habe eine Roboter-Stimme die Menschen mit den Worten „Bleibt sicher und bleibt zu Hause“ telefonisch dazu aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Viele vermuten hinter den Anrufen, den Versuch sie von den Wahllokalen fernzuhalten.

14:30 Uhr: Wettbüros sehen Biden als klaren Sieger

Am Wahltag in den USA sagen die Wettquoten einen klaren Sieg von Joe Biden voraus. Im Durchschnitt der tagesaktuellen Wettquoten führt Beiden mit 60,4 zu 38,6 Prozent. Trump hat demnach in den vergangenen Tagen zwar etwas aufgeholt, doch der Vorsprung von Biden ist beträchtlich. Wetten auf den Wahlausgang haben in den USA Tradition. Sie sind in den vergangenen Jahren zugleich zu einem wichtigen Indikator für die Stimmung im Land geworden. Häufig sagen Wettquoten Wahlergebnisse gut voraus.

14:00 Uhr: Trump-Beiträge in Social Media als “irreführend” eingestuft

Die Onlinedienste Tweiiter und Facebook haben am Dienstag  Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Briefwahl als “irreführend” eingestuft und mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen.

13:00 Uhr: Melania Trump wirbt nochmals für ihren Mann

In den letzten Stunden des Wahlkampfes lässt sich Präsident Donald Trump nicht davon abhalten gegen Joe Biden herzuziehen. Auch seine Frau Melania schickte er erneut in das Rennen: Die First Lady sagte: „Amerikaner können für einen Anführer stimmen, der unsere Verbündeten zur Verantwortung zieht, oder für einen früheren Vizepräsidenten, der sich für amerikanische Größe entschuldigt.“ (…) „Unsere NATO-Verbündeten leisten nun weltweit ihren gerechten Beitrag. Etwas, auf das Donald seit dem ersten Tag seiner Amtszeit bestanden hat.“

11:34 Uhr: Größte Wahlbeteiligung seit Jahrzehnten

Laut dem Early Elections Project der Universität von Florida wurden in der Nacht auf Dienstag schon 98,4 Millionen Stimmen abgegeben – der  Großteil davon per Post oder in bereits geöffneten Wahllokalen. Das entspricht circa 40 Prozent aller wahlberechtigten US-Bürger und 71,4 Prozent der gesamten Wahlbeteiligung im Jahr 2016. Damit dürfte sich die höchsten Beteiligungen der vergangenen Jahrzehnte anbahnen.

09:23 Uhr: Erste Entscheidungen der US-Präsidentenwahl

Seit 60 Jahren beginnt die US-Präsidentschaftswahl im kleinen Ort Dixville Notch im Neuenglandstaat New Hampshire. Am frühen morgen hatten auch in diesem Jahr die fünf wahlberechtigten Einwohner zuerst gewählt. Alle fünf Stimmen entfielen auf den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden von den oppositionellen Demokraten, Amtsinhaber Donald Trump ging leer aus. Im Nachbarort Millsfield setzte sich der Republikaner Trump mit 16 zu 5 Stimmen gegen Biden durch.

Quelle: The European

 

 

04.11.2020 | 08:38

Artikel teilen: