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E-Autos erzielen Absatzrekorde

Technische Verbesserungen und hohe Prämien zeigen Wirkung: Erstmals haben mehr als 200 000 Kunden in Europa ein E-Auto gekauft. Erleichterung auch in Wolfsburg. Die Zulassungszahlen des neuen Golfs liegen europaweit über dem Renault-Konkurrenten Clio. Kürzlich war es noch umgekehrt.

Für den VW-Konzern und seinen Chef Herbert Diess war es ein Monat der Enttäuschung: Weil der neue Golf wegen technischer Probleme nur stockend ausgeliefert werden konnte, war das Auto aus Wolfsburg zum ersten Mal seit Jahren im Juni nicht vorn in der europäischen Zulassungsstatistik gelandet. Ausgerechnet Renault mit seinem Modell Clio war am deutschen Rivalen vorbeigezogen. Doch damit ist jetzt Schluss. Seitdem die Zahlen für den Juli komplett vorliegen, ist klar: VW hat es wieder geschafft: Genau 31169 Golf wurden laut der Automobil-Datenbank Jato im Juli verkauft. Der Clio brachte es nur auf 25054 Exemplare. An dritter Stelle findet sich mit dem Skoda Octavia ein weiteres Modell der VW-Familie unter den Top fünf. Peugeot 208 und dann wieder Renault Capture folgen auf den Plätzen vier und fünf.

Breites Angebot von E-Autos überzeugt Kunden

Während diese Veränderung vor allem in Wolfsburg für Erleichterung sorgen dürfte, ist für die gesamte Branche eine andere Zahl entscheidend: Zum ersten Mal haben innerhalb eines Monats mehr als 200 000 Kunden ein elektrisch angetriebenes Auto gekauft, genau waren es sogar 230 700. Auf diese Autos entfielen damit im Juli 18 Prozent Marktanteil - ein neuer Rekord. „Der Anstieg der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hängt stark mit einem breiteren Angebot zusammen, das endlich erschwinglichere Möglichkeiten bietet. Der höhere Wettbewerb unter den Marken drückt auch die Preise nach unten“, kommentiert Jato-Analyst Felipe Munoz.

V-förmige Erholung in Sicht

Der Analyst geht sogar mit Blick auf die gesamte Zulassungsstatistik noch weiter: Der Juli verzeichnete den meisten monatlichen Zuwachs in diesem Jahr. „Sowohl private wie auch Geschäftskunden reagieren auf die besseren Marktbedingungen“, beobachtet Munoz. Wenn sich die gegenwärtige Situation weiter verbessere, könne die Branche von einer V-förmigen Erholung sprechen - einer Entwicklung also, bei der der jähe Absturz durch eine steile Kurve der Erholung ausgeglichen wird. In Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Dänemark und Frankreich verzeichnete die Nachfrage gesunde Zahlen. Auch auf kleineren Märkten erholten sich die Zulassungszahlen, die im ersten Halbjahr um ein Drittel eingebrochen waren. Marktbeobachter wie die Experten von Capgemini sprechen zusätzlich von einem Trend zurück zum Individualverkehr, der der Branche entgegenkomme. Ein Großteil des Schubs lasse sich aber durch einen gesteigerten Appetit auf grüne Autos erklären, meint Munoz.                              

oli



31.08.2020 | 10:38

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