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Mit der E-Zigarette in die Zukunft: DACH-Chef Ralf Wittenberg "dampft" selbst regelmäig, nachdem er das Rauchen von herkömmlichen Zigaretten aufgegeben hat.

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E-Zigaretten auf Expansionskurs

Sie ist in etwa so groß wie ein Stift, besteht aus einem Akku, einem Verdampfer, einem Tank für die nikotinhaltige Flüssigkeit – das sogenannte Liquid – und einem Mundstück: die E-Zigarette. Seit 2012 hat British American Tobacco rund 2,5 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung und Vermarktung der Alternativen zur herkömmlichen Zigarette gesteckt. Dazu zählen neben der E-Zigarette sogenannte Tabakerhitzungsprodukte, medizinische Geräte und kleine Tabakpäckchen, die im Mund des Konsumenten das Nikotin abgeben. Wie DACH-Chef Ralf Wittenberg am Standort in Bayreuth mitteilte, möchte das Unternehmen 2018 mehr als eine Milliarde Pfund Umsatz mit diesen Produkten generieren, 2022 bereits fünf Milliarden Pfund. British American Tobacco setzt sich ein ehrgeiziges Ziel: Bis Ende 2018 soll die Präsenz der „Next Generation Produkte“, die bislang auf 16 Märkten angeboten werden, verdoppelt sein.

Dabei haben Alternativen zur Zigarette nach wie vor mit einem schlechten Image zu kämpfen. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage denkt mehr als die Hälfte aller Deutschen (54 Prozent), dass E-Zigaretten mindestens genauso gefährlich sind wie herkömmliche Zigaretten. Eine Fehlinformation. Wissenschaftler gehen davon aus, wie eine Studie der britischen Regierungsbehörde Public Health England belegt, dass die Gesundheitsrisiken beim „Dampfen“ wesentlich geringer sind. Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum bestätigt diese Ergebnisse: „Tabakrauch besteht aus tausenden von Substanzen, von denen mindestens 250 als toxisch gelten, mindestens 90 als krebserzeugend. Diese Stoffe entstehen überwiegend erst beim Verbrennen der Zigarette. Und diese Verbrennungsprozesse finden bei der E-Zigarette, wo eben einfach nur eine nikotinhaltige Flüssigkeit erhitzt wird, einfach nicht statt.“

Warum ist der Ruf der elektrischen Verdampfer dennoch nicht besser? Obwohl die Bekanntheit von E-Zigaretten insgesamt gestiegen ist, sei mehr als die Hälfte der Bevölkerung fehlinformiert, meint Wittenberg. Laut dem DACH-Chef des Unternehmens gäbe es an dieser Stelle dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik, die potentielle Konsumenten besser aufklären müsse. Ob das „Dampfen“ tatsächlich 95 Prozent – wie verschiedene Studien belegen – weniger schädlich ist, kann aufgrund der fehlenden Langzeitstudien noch nicht empirisch belegt werden. Sicher ist in jedem Fall, dass E-Zigaretten wesentlich ungefährlicher sind als herkömmliche Zigaretten. FS

Florian Spichalsky

06.06.2018 | 16:45

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