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Können die Deutschen ihre Geldvorsätze halten, winkt ein rosarotes Jahr 2017. (Bild: Marco2811/Fotolia).

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Geld-Anlage: gute Vorsätze für 2017

Die Mehrheit der Deutschen, rund zwei Drittel, haben für 2017 Geld-Vorsätze gefasst. Doch wie sehen die aus? Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Savedo, für die insgesamt 1.006 Personen befragt wurden, gibt Antwort auf diese Frage.

Von Christian Tiessen

An erster Stelle der Vorsätze für das neue Jahr steht bundesweit, regelmäßig (mehr) zu sparen, etwa für die Altersvorsorge. An zweiter Stelle der finanziellen Absichten steht bei den Deutschen: Angebote genauer zu vergleichen, um weniger auszugeben.

Geld-Vorsatz 2017: Berliner schauen dieses Jahr genauer hin

Nach Bundesländern gefiltert, zeigen sich regionale Vorlieben in Sachen Geld-Vorsätze für das Jahr 2017 – ganz besonders bei den Berlinern. Fast jeder Zweite (47,2 Prozent, um es exakt auszuführen) hat sich vorgenommen, in diesem Jahr mehr zu vergleichen. Das ist deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt mit 27,5 Prozent. Die Berliner sind in einem weiteren Punkt deutscher Spitzenreiter: Rund 79 Prozent der Hauptstädter gehen mit Geld-Vorsätzen in das neue Jahr, was fühlbar mehr als der Bundesdurchschnitt ist, der bei 66 Prozent liegt. Lediglich 21,1 Prozent der befragten Berliner gaben an, überhaupt keine Vorsätze in Sachen Geld zu haben.

Rheinland-Pfalz/Saarland und Sachsen-Anhalt sind Spitzenreiter der Vorsatzlosen

Anders als die Berliner, bei denen der Teil der Vorsatzlosen gering ist, zeigen sich die Menschen in Rheinland-Pfalz/Saarland (42,9 Prozent ohne Geld-Vorsätze) sowie Sachsen-Anhalt (51,2 Prozent ohne konkrete Änderungspläne) demgegenüber weitaus weniger interessiert. Aber warum unterscheiden sich die Berliner so von dem Rest der Republik und warum haben sie sich für ihre Finanzen in 2017 so viel vorgenommen? Savedo-Chef Christian Tiessen lebt selbst in der Hauptstadt und hat eine Theorie: „Das Leben in Berlin ist in den vergangenen Jahren viel teurer geworden. Dem lässt sich am besten gegensteuern, indem man alle Ausgaben auf den Prüfstand stellt, und über Vergleiche lassen sich bessere Angebote finden.“

Allerdings lohnen sich Vergleiche über Plattformen nicht nur bei den Ausgaben, sondern auch bei Geldanlagen. Die Berliner wissen das offenbar, denn auch bei dem Vorsatz „bessere Sparzinsen finden“ liegen sie mit 20,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, der bei 16 Prozent liegt.

Sorgen um Girokonto und Gebühren

Zwei Bundesländer im Osten Deutschlands fallen etwas aus dem Mainstream-Raster, bei dem regelmäßig mehr Sparen oder mehr Vergleichen an erster Stelle steht. In Brandenburg will man zuallererst mehr auf Gebühren achten (27,8 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern möchte man künftig das Girokonto nicht mehr überziehen (34,8 Prozent). In Baden-Württemberg und Bayern hingegen steht wie beim Bundesdurchschnitt „regelmäßig (mehr) zu sparen“ an erster Stelle. Zudem wird das Klischee vom sparsamen Schwaben mit der Studie bestätigt. Denn mit 35,3 Prozent zu Gunsten der Spardisziplin liegt Baden-Württemberg bei diesem Geld-Vorsatz klar über dem Bundesdurchschnitt (28,9 Prozent).

Sinnvoll sind diese Geld-Vorsätze allesamt. Allerdings ist wohl zu befürchten, dass schon ein paar Wochen nach Jahresbeginn bei Vielen das Gleiche passiert wie mit dem guten Vorsatz, mehr Sport zu treiben. Wer jedoch seine Vorsätze in Sachen Geld erfolgreich umsetzt, kann schon nach wenigen Monaten von den positiven Effekten profitieren. Besonders jetzt ist es lohnenswert, da die Inflationsrate im Dezember 2016 auf 1,7 Prozent gestiegen ist, so hoch wie zuletzt im Jahr 2013.

Christian Tiessen ist Geschäftsführer und Mitgründer der Savedo GmbH.

06.01.2017 | 20:21

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