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Auch in diesem Jahr will Schaeffler bei Umsatz und Gewinn zulegen. (Foto: Schaeffler)

Auch in diesem Jahr will Schaeffler bei Umsatz und Gewinn zulegen. (Foto: Schaeffler)

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Autoboom macht Schaeffler zur Goldgrube

Die Zahlen glänzen: Der Konzernumsatz steigt auf 12,1 Mrd. Euro, der Gewinn verfünffacht sich. Es wird massiv investiert, und weltweit kamen 4 000 neue Mitarbeiter.

Dem Autozulieferer Schaeff­ler geht es nicht gut, es geht glänzend. Getragen vom Boom des deutschen Automobilbaus hat der Konzern 2014 beim Umsatz erstmals die Marke von 12 Mrd. Euro übertroffen – ein Plus von gut 8 % verglichen mit dem Vorjahr. Unter dem Strich blieb mit 654 Mio. Euro gut fünfmal so viel Gewinn wie 2013.

Und auch für das laufende Jahr 2015 sind die Manager optimistisch. Man werde bei Umsatz und Gewinn zulegen. Schaeffler will die Erlöse (ohne Einfluss von Währungseffekten) um 5 % bis 7 % steigern und zwischen 12 % und 13 % Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erzielen. Schon 2014 erhöhte sich das operative Ergebnis auf 1,5 (1) Mrd. Euro. Die Ebit-Marge hat sich damit auf 12,6 (9) % verbessert.

„Unsere positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung zeigt einmal mehr die hohe Leistungskraft der Schaeffler Gruppe als global aufgestellter, integrierter Automobil- und Industriezulieferer“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld. „Im Jahr 2014 haben wir unsere Investitionen in neue Technologien sowie in die Erweiterung unseres weltweiten Produktionsnetzwerks weiter verstärkt. Wir haben damit die Basis für zukünftiges Wachstum gelegt“, führt Rosenfeld weiter aus.

Mit einem Umsatzwachstum von 10 % im Vergleich zum Vorjahr übertraf die Schaeffler-Sparte Automotive erneut deutlich das Wachstum der welt­weiten Produktionsstückzahlen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Die Sparte profitierte insbesondere auf den bedeutenden Absatzmärkten in China und den USA.

China ist der Wachstumstreiber

Das Industriegeschäft konnte im Geschäftsjahr 2014 um 3,3 % zulegen. Das stärkste Umsatzplus konnte in der Region „Grea­ter China“ verzeichnet werden, in der sich vor allem die hohe Nach­frage in den Branchen Schienenfahrzeuge, erneuerbare Ener­gien und Produktionsmaschinen positiv auswirkte.

Alle Unternehmensbereiche und Regionen trugen zum Wachstum bei. Die höchste Zunahme erzielte die Schaeffler Gruppe in China mit einer Steigerung von 29 % gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von der Region Asien/Pazifik, wo der Umsatz um 7 % zunahm. Die Regionen Europa und Amerika verzeichneten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 ein Umsatzwachstum von 6 % beziehungsweise 5 %.

An der Spitze der innovativsten Firmen

Die Zahl der neuen Patentanmeldungen verdeutlicht die Innovationskraft der Schaeffler Gruppe. Im Jahr 2014 hat das ­Unternehmen 2 518 neue Patente in Deutschland angemeldet. Damit belegt die Schaeffler Gruppe erneut Rang zwei unter den innovativsten Unternehmen in Deutschland. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen im Berichtsjahr auf 626 Mio. Euro oder 5,2 % vom Umsatz.

Insgesamt hat die Schaeffler Gruppe ihre Investitionen deutlich gesteigert. Im Berichtsjahr wurden 857 (572) Mio. Euro in neue Produkte und Technologien sowie in die Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerks investiert. Dies entspricht einem Anstieg von rund 50 % ­gegenüber dem Vorjahr. Die Capex-Quote (Investitionsauszahlungen in Prozent vom Umsatz) betrug 7,1 (5,1) %. Neben der Einweihung eines neuen Produk­tionsstandorts im russischen Uljanowsk wurden die Werke in Taicang und Nanjing, beide China, und Puebla, Mexiko, weiter ausgebaut. Die Mitarbeiterzahl betrug zum 31. Dezember 2014 rund 82 300 und lag damit um rund 4 000 Mitarbeitern oder 5 % über dem Vorjahreswert.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Schaeffler Gruppe mit einem positiven und im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Free Cash Flow. „Mit unserem Strategiekonzept ,Mobi­lität für morgen‘ sind wir gut für die Zukunft gerüstet“, erläutert Rosenfeld. „Wir wollen mit und für unsere Kunden die ,Mobilität für morgen‘ aktiv mitgestalten und so auch in den nächsten Jahren unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen.“

24.06.2015 | 10:37

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