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(Foto: Bayernwerk AG)

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Bayerischer Photovoltaik-Rekord zum Wochenstart

Sonnenstrom in Bayern ist weiter auf dem Vormarsch: Am Montagmittag hat die erzeugte Leistung von Photovoltaik-Anlagen im Netz der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) einen Rekordwert erreicht. In der Netzsteuerung des Energieunternehmens mit Sitz in Regensburg wurde um 12.15 Uhr mit 4.751 Megawatt dezentrale Solar-Erzeugung ein Allzeit-Maximum gemessen.

Das entspricht im Vergleich etwa der Leistung von sechs konventionellen Kraftwerken. Während der Zeit von 9 Uhr bis 16 Uhr konnte der Energieverbrauch im Freistaat allein durch die regenerative Erzeugung vor Ort gedeckt werden.

„4.751 Megawatt Einspeisung bedeuten einen absoluten Rekordwert. Noch nie haben PV-Anlagen in unserem Netz mehr Strom erzeugt als am Montagmittag“, erklärte Dr. Egon Westphal, Technik-Vorstand des Bayernwerks. Der bisherige Solar-Spitzenwert war rund 100 Megawatt geringer und wurde im Juni vergangenen Jahres registriert. „Die jetzige Rekordeinspeisung ist vergleichsweise früh im Jahresverlauf aufgetreten. Das liegt vor allem an der weiter zunehmenden Zahl an dezentralen Erzeugungsanlagen, die an unser Netz angeschlossen sind. 2019 sind etwa 11.500 neue Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 450 Megawatt zusätzlich in das Bayernwerk-Netz integriert worden“, berichtete Dr. Egon Westphal. Die hohe Einspeiseleistung der PV-Anlagen am Montag wurde durch zwei Umstände begünstigt: den dauerhaft wolkenlosen Himmel und die kühlen Außentemperaturen.

Energieüberschuss als Trend

In der statistischen Betrachtung des gesamten Tagesverlaufs lag die Quote der eigenen Versorgung aus regenerativer Erzeugung im Bayernwerk-Netz von 9 bis 16 Uhr bei 100 Prozent. Um die gesamte Energiemenge für Kunden bereitzustellen und das Stromnetz von der Hoch- bis zur Niederspannung weiter sicher und stabil zu steuern, wurde der bayerische Überschuss aus Sonnen,- Wind- und Wasserkraft in diesen Stunden in das vorgelagerte Netz der TenneT zum Transport in das deutsche und europäische Übertragungsnetz abgegeben. Generell ist es für die Stabilität des Stromnetzes erforderlich, dass die Erzeugungsmenge und der Verbrauch dauerhaft im Einklang sind.

„Die Überschussproduktion von grünem Strom in Bayern ist ein Trend, den wir in den vergangenen Jahren immer häufiger erkennen können. Früher war der Export von regenerativem Strom aus Bayern ein eher seltenes Phänomen, dass nur vereinzelt unter optimalen Voraussetzungen aufgetreten ist. Inzwischen stellen wir in der Netzsteuerung regelmäßig fest, dass wir Energie aus dem eigenen Netz abgeben und vor allem bayerischer Sonnenstrom zum Exportschlager wird“, sagte Dr. Egon Westphal.

24.03.2020 | 16:49

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