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Commerzbank München im ersten Halbjahr 2020 auf Wachstumskurs

Die Commerzbank hat sich in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich behauptet. „Obwohl die erste Jahreshälfte 2020 von der Corona-Pandemie und ihren negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft geprägt war, haben wir unseren Wachstumskurs in München fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten konnten wir netto 3.990 neue Kunden gewinnen“, sagt Frank Haberzettel, Bereichsvorstand-Süd der Commerzbank. „Wir betreuen jetzt in München 337.973 Privat- und Unternehmerkunden.“

Corona-Krise beschleunigt Digitalisierung

Einen Großteil der neuen Kunden gewann die Commerzbank über digitale Kanäle. „Das Kundenverhalten hat sich in der Corona-Krise stark verändert. Jeder dritte Kunde nutzt die digitalen Kanäle nun intensiver als vorher“, so Haberzettel. Das gelte insbesondere für das Mobile Banking: „Viele Kunden wissen jetzt, wie bequem sich alltägliche Bankgeschäfte mit dem Smartphone erledigen lassen.“ Deutschlandweit hat die Banking-App aktuell über 1,5 Millionen aktive Nutzer. Das sind so viele wie nie zuvor. In München stieg die Zahl der Nutzer seit Jahresbeginn um 7,3 Prozent. Gleichzeitig baut die Commerzbank die Leistung ihrer Banking-App weiter aus: Ab sofort können Nutzer auch mobil Wertpapiere kaufen und verkaufen.

Auch im Firmenkundengeschäft hat die Corona-Krise die Digitalisierung weiter vorangetrieben: „Der Bedarf nach elektronischer Zahlungsabwicklung ist eindeutig gestiegen, so beim Thema eRechnung,“ sagt Robert Schindler, Bereichsvorstand-Süd und zuständig für Firmenkunden der Commerzbank. Seit Anfang 2020 kooperiert die Commerzbank mit dem E-Invoicing-Fintech crossinx. Zusammen mit crossinx bietet die Commerzbank Lösungen rund um den elektronischen Austausch von Bestell- und Rechnungsinformationen an. Damit können Unternehmen die Prozesskosten um bis zu 80 Prozent im Vergleich zu klassischen papierbasierten Rechnungsabläufen senken.

In der Krise an der Seite der Kunden

„Das Kundenverhalten bestätigt unsere ‚Mobile First‘-Strategie“, sagt Haberzettel. „Gleichzeitig haben wir gerade in der Krise gesehen, wie wichtig individuelle Beratung bei komplexen Finanzthemen ist.“ Vor allem Unternehmen hatten einen hohen Beratungs- und Kreditbedarf. Insgesamt hat die
Commerzbank seit Mitte März bundesweit rund 21.000 Finanzierungsanfragen von Firmen- und Unternehmerkunden erhalten. Mehr als die Hälfte davon betrafen KfW-Programme. „Mit 1.350 Kreditanfragen waren unsere Berater in der Region München überdurchschnittlich stark gefragt“, so Firmenkunden-Bereichsvorstand Schindler. Bundesweit hat die Bank ein Volumen von über zehn Milliarden Euro an Corona-bedingten Finanzierungen bereitgestellt, davon in der Niederlassung München 724  Mio. Euro.  Das Kreditbestandsvolumen wuchs in der Region München im ersten Halbjahr bei Kleinunternehmen um 30 Prozent, bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 15 Millionen Euro um neun Prozent. Stand Ende Juni wurden bundesweit mehr als 33.000 Kredite gestundet. Darüber hinaus unterstützt die Commerzbank ihre Kunden mit Stundungen und Tilgungsaussetzungen.

Neue Investitionen und die Finanzierung von Immobilienvorhaben spielten trotz Corona auch im ersten Halbjahr eine große Rolle. „Viele Kunden haben die niedrigen Zinsen genutzt und in Immobilien investiert“, sagt Privatkunden-Bereichsvorstand Haberzettel. „In München wurden Baufinanzierungen in Höhe von 335,4 Mio. Euro vergeben. Damit wuchs der Bestand an Baufinanzierungskrediten auf 4,5 Mrd. Euro.“

Kunden nutzen niedrige Kurse zum Kauf von Wertpapieren

Bei der Geldanlage suchten viele Anleger angesichts der zwischenzeitlich stark gefallenen Aktienkurse die persönliche Beratung. „Viele Kunden sind unserem Rat gefolgt und haben Panikverkäufe vermieden. Oft haben Kunden die niedrigeren Kurse genutzt, um Wertpapiere zu kaufen“, unterstreicht Haberzettel. Besonders beliebt waren Wertpapiersparpläne: Ihre Anzahl stieg in München um 15 Prozent. „Mit dem regelmäßigen Kauf von Fonds oder börsengehandelten Indexfonds (ETFs) können Kunden ihr Vermögen trotz der Volatilität an den Aktienmärkten auf lange Sicht vermehren“, erläutert Commerzbank-Bereichsvorstand Haberzettel. „Gespart werden kann schon mit kleineren Summen, ab monatlich 25 Euro.“

Kapitalmarktausblick der Commerzbank-Experten

Seit Mai sind wieder deutliche Erholungstendenzen am Kapitalmarkt zu sehen, auch wenn konjunkturell das Erreichen der Vorkrisenniveaus nicht vor Sommer 2022 zu erwarten ist. Mit Blick nach vorne ist mit einer schwankungsreicheren Bewegung am Markt zu rechnen – bei einer langfristig positiven Grundtendenz. Der Privatanleger sollte in der aktuellen Situation weiter auf einen breit gestreuten Korb an Wertpapieren setzen. Aktien bleiben dabei essentiell und können durch Gold, Unternehmens- und einzelne Staatsanleihen sowie Investitionen in Immobilienfonds ergänzt werden.

05.08.2020 | 11:42

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