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Frank Haberzettel, Bereichsvorstand Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Süd mit Sitz in München. (Foto: Commerzbank)

Robert Schindler, Bereichsvorstand Firmenkunden Süd, zuständig für Bayern und Baden-Württemberg (Foto: Commerzbank)


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Commerzbank setzt positive Entwicklung in München fort

Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr ihre positive Entwicklung in München fortsetzen können. Im Privat- und Unternehmerkundensegment stieg das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 20 Mrd. Euro. Netto konnten 10.300 neue Kunden hinzugewonnen werden, das sind noch einmal 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit betreut die Niederlassung München insgesamt 322.915 Kunden.

„Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung ist so hoch wie nie zuvor“, sagte Frank Haberzettel, Bereichsvorstand Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Süd mit Sitz in München. „Wichtiger Erfolgsfaktor war in 2019 das kostenlose Girokonto. Dieses werden wir weiterhin anbieten – sehr zum Ärger mancher Wettbewerber.“

Das seit zehn Jahren andauernde Zinstief macht den Kunden indes zu schaffen. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren. Seit Ende 2010 liegt dieser Wertverlust pro Bundesbürger im Durchschnitt bei 1.638 Euro – so auch in München“, betonte Frank Haberzettel. „Umso erstaunlicher ist es, dass das Einlagenvolumen hier erneut um neun Prozent auf jetzt sieben Mrd. Euro gestiegen ist.“ Ein Umdenken und damit eine Anlage in Wertpapiere bedeutet jedoch nicht automatisch volles Risiko. „Auch mit einem konservativ ausgerichteten Vermögensmanagement konnten Kunden im vorigen Jahr einen Wertzuwachs von 8,3 Prozent erzielen. Diese Anlageform macht inzwischen einen Anteil von 30 Prozent an unseren Wertpapieranlagen aus.“

Immobilienfinanzierungen mit starkem Wachstum

Auf der anderen Seite sorgte das Zinstief für einen deutlichen Zuwachs im Kreditgeschäft. So wurden im Baufinanzierungsbereich 2019 neue Kredite in Höhe von 782 Mio. Euro ausgereicht. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit September 2019 bietet die Commerzbank auch eine grüne Baufinanzierung an, die einen Zinsrabatt für energieeffizientes Bauen gewährt. Ratenkredite waren im vergangenen Jahr ebenfalls stark gefragt. Hier wurden in München insgesamt 82 Mio. Euro neu vergeben.

Bankgeschäfte werden immer mehr per Smartphone erledigt

Mit Blick nach vorn machte Frank Haberzettel deutlich, dass die Commerzbank, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert, ihre mobilen Angebote weiter ausbauen wird. „Der Trend, Bankgeschäfte über das Smartphone abzuwickeln ist gewaltig! Deshalb lautet unser Ziel, bis Ende 2023 alle Produkte der Filialwelt auch über das Smartphone abschließbar zu machen“, so der Commerzbank-Experte.   60 Prozent aller Kunden der Niederlassung München tätigen ihre Bankgeschäfte bereits digital über PC oder Smartphone. Dabei hat die Smartphone-Nutzung mit 70 Prozent den deutlich größeren Anteil. Das Jahr zuvor waren es erst 43 Prozent. Das heißt aber nicht, dass Kunden der Commerzbank auf persönliche Beratung verzichten müssen. „Wir haben jeden Monat bundesweit neun Millionen Kundenbesuche in unseren Filialen. Deshalb werden wir auch künftig in unsere Filialen investieren und mit einem der dichtesten Filialnetze in Deutschland präsent sein,“ begründet Privatkundenchef Haberzettel die Strategie.

Firmenkunden: starkes Kreditwachstum in herausforderndem Umfeld

Das Firmenkundensegment konnte auch im Jahr 2019 in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiteres Wachstum verzeichnen. So stieg die Zahl der neuen Firmenkunden in der Mittelstandsbank Niederlassung München im dreistelligen Bereich. Bei Finanzierungen für Firmenkunden in der Region ist die Commerzbank um starke 26 Prozent gewachsen. „Das ist deutlich mehr als der Markt mit fünf Prozent. Grund hierfür waren vor allem einzelne Sonderkredite, wie zum Beispiel Übernahmefinanzierungen für Großkunden in Bayern“, ordnet Robert Schindler, Bereichsvorstand Süd und zuständig für Bayern und Baden-Württemberg, das Ergebnis ein. Damit beträgt das Kreditvolumen für Firmenkunden 3,84 Mrd. Euro. Neben Investitionen spielte für den Mittelstand in der Region München auch das Auslandsgeschäft eine wichtige Rolle. Die Commerzbank konnte in 2019 ein Volumen von 400 EUR Millionen an Absicherungen für internationale Handelsfinanzierungen für Unternehmen der Region darstellen.

Mittelstand in München mit gesellschaftlichen Megatrends konfrontiert

„Der Mittelstand in München wird in den nächsten Jahren insbesondere für die zwei Megatrends Digitalisierung und Klimawandel Lösungen finden müssen“, äußerte sich Firmenkunden Bereichsvorstand Süd Schindler. Zudem gebe es weitere Themen wie Fachkräftemangel, Unternehmensnachfolge oder internationale Handelskonflikte, die die Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. „Als Mittelstandsbank haben wir viele Antworten auf die Fragen unserer Firmenkunden und können mit unserer Expertise auch strategisch begleiten. Die Commerzbank Mittelstandsbank München plant, den Firmenkundenvertrieb in den nächsten Jahren gezielt auszubauen und weiter in Produkt- und Beratungskompetenz zu investieren“, so Firmenkundenchef Schindler.

Lösungen für die digitale Transformation des Mittelstands: „Digital Solution Package“


„Viele unserer mittelständischen Kunden in München stehen vor der Herausforderung, wie sie die Digitalisierung für ihr Unternehmen nutzen können, um ihr Geschäftsmodell zukunftsfähig aufzustellen. Aber sie wissen nicht, wie sie konkret vorgehen sollen“, berichtet Schindler. Aus diesem Grund hat die Commerzbank gemeinsam mit ihrer Digital-Tochter #openspace ein neues digitales Beratungsangebot für den Mittelstand entwickelt. Mit dem „Digital Solution Package“ erarbeitet die Commerzbank für Unternehmen im Rahmen eines Workshops Lösungen sowie einen Umsetzungsfahrplan für deren digitale Transformation. Gleichzeitig baut die Commerzbank ihr Onlineangebot im Firmenkundengeschäft konsequent aus. So können Termingelder und Geldmarktkredite bequem online prolongiert werden. Auch ihre Währungsgeschäfte können Firmenkunden komplett online managen.

13.03.2020 | 10:28

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