(Foto: Palfinger)



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PALFINGER Ergebnis 2020: Ein richtungsweisendes Jahr

Die niedrigste Nettofinanzverschuldung seit 2013 unter Berücksichtigung des Effekts von IFRS 16, deutlich verbesserte Bilanzkennzahlen und ein historisch hoher Free Cashflow – die PALFINGER AG hat die Herausforderungen der globalen Gesundheits- und Wirtschaftskrise im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich gemeistert.

„Den Auswirkungen der Krise konnten wir uns nicht entziehen“, so PALFINGER CEO Andreas Klauser, „durch rasches Agieren und gezielte Maßnahmen waren wir aber in der Lage, aktiv gegenzusteuern und den laufenden Transformationsprozess weiter voranzutreiben. Das Jahr 2020 war ein richtungsweisendes Jahr für PALFINGER“, betont Klauser.

Key Financials

Die frühzeitig getroffenen Maßnahmen sichern der Gruppe eine gute Profitabilität im Krisenjahr: Der Konzernumsatz der PALFINGER AG betrug im Geschäftsjahr 2020 1.533,9 Mio EUR nach 1.753,8 Mio EUR in der Vorjahresperiode. Dies entspricht einem Rückgang von 219,9 Mio EUR oder einem Minus von 12,5 Prozent.

Das EBITDA verringerte sich gegenüber 2019 um 15,6 Prozent auf 188,7 Mio EUR, die EBITDA-Marge lag bei 12,3 Prozent nach 12,8 Prozent 2019.

Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 149,0 Mio EUR in 2019 auf 100,3 Mio EUR zurück. Die EBIT-Marge verringerte sich von 8,5 Prozent in 2019 auf 6,5 Prozent im Jahr 2020. Das Konzernergebnis für 2020 reduzierte sich um 37,8 Prozent auf 49,8 Mio EUR, im Rekordjahr 2019 betrug es 80,0 Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie ging dadurch von 2,13 EUR im Vorjahr auf 1,32 EUR zurück.

Die Nettofinanzverschuldung betrug 2020 397,1 Mio EUR (2019: 525,6 Mio EUR), das ist unter Herausrechnung des Effekts von IFRS 16 der niedrigste Stand seit 2013. Die langfristigen Verbindlichkeiten fielen von 609,0 Mio EUR 2019 auf 536,1 Mio EUR 2020. Im Vergleich zur Vorjahresperiode blieben die kurzfristigen Schulden auf dem Niveau von 404,4 Mio EUR (2019: 403,5 Mio EUR). Die Eigenkapitalquote stieg von 38,3 Prozent im Geschäftsjahr 2019 auf 39,6 Prozent 2020.

Dividende

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der PALFINGER AG haben in ihrer Sitzung am 25. Februar 2021 beschlossen, der Hauptversammlung am 7. April 2021 eine Dividende in Höhe von 0,45 EUR je Aktie vorzuschlagen.

Segmententwicklung

Durch die Auswirkungen der Pandemie auf alle Produktlinien verzeichnete das Segment Sales & Service im Jahr 2020 einen Außenumsatz von 1.443,4 Mio EUR, das entspricht einem Rückgang von 12,1 Prozent nach 1.641,5 Mio EUR 2019. Die EBIT-Marge blieb 2020 mit 8,2 Prozent im Vergleich zu 9,0 Prozent im Jahr 2019 weitgehend stabil.
Im Segment Operations verzeichneten die Produktionswerke nach der geringeren Auslastung durch Lockdowns in Folge der COVID-19 Pandemie im zweiten Halbjahr 2020 eine stärkere Kapazitätsnutzung. Der Außenumsatz im Segment Operations ging jedoch von 112,3 Mio EUR im Jahr 2019 um 19,4 Prozent auf 90,5 Mio EUR 2020 zurück.

Ausblick

„Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise werden uns auch 2021 begleiten“, so Klauser, „unvorhersehbare Schwankungen und das Marktrisiko durch COVID-19 bleiben bestehen. Wir konnten den Cyber-Angriff von Ende Jänner erfolgreich überwinden, Einmaleffekte in diesem Zusammenhang werden jedoch insbesondere das 1. Quartal belasten.“ Dank voller Auftragsbücher verfügt PALFINGER im ersten Halbjahr 2021 über eine gute Planbarkeit. „Wir erwarten eine deutliche Erholung und Stabilisierung der Märkte ab dem Sommer, die sich entsprechend auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken wird“, fügt Klauser hinzu.

Die geplante Auflösung der Kreuzbeteiligung mit SANY HEAVY INDUSTRIES erhöht den finanziellen Handlungsspielraum von PALFINGER für strategische Akquisitionen. „Zusätzlich investieren wir 2021 über 100 Mio EUR in unsere Zukunft, vor allem in Modernisierung und Digitalisierung“, führt Klauser aus. Durch Integration und Systemstandardisierung werden zudem weitere Synergiepotenziale innerhalb der PALFINGER Gruppe sichergestellt.

Für 2021 strebt PALFINGER einen Jahresumsatz von über 1,7 Mrd EUR und eine EBIT-Marge von 8 Prozent an. Für 2024 liegen die Finanzziele bei 2,0 Mrd EUR Umsatz über organisches Wachstum, 10 Prozent durchschnittliche EBIT-Marge und 10 Prozent durchschnittlicher ROCE über den Wirtschaftszyklus.

04.03.2021 | 17:42

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