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Stürmische Zeiten für E.on (Bild:Handelsblatt/dpa)

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Rekordverluste bei E.on

Der Energiekonzern E.on hat im dritten Quartal einen Rekordverlust in Höhe von 6,4 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Für den Zeitraum von Januar bis September ergibt sich damit ein Minus von 9,3 Milliarden Euro.

Durchstarten sieht anders aus: Erst vor knapp zwei Monaten kam es zur spektakulären Aufspaltung des bis dahin größten deutschen Energiekonzerns. Das Geschäft mit Kohle- und Gaskraftwerken wurde in ein neues Unternehmen namens Uniper ausgegliedert und an die Börse gebracht, während Eon fortan für neue Energien stehen sollte.

Dieser Neustart ist aber nun finanziell erheblich belastet. Ein Fehlbetrag von 9,3 Milliarden Euro steht für die ersten neun Monate dieses Jahres zu Buche, dabei war das Minus von rund 7 Milliarden Euro aus dem Vorjahr eigentlich kaum noch zu toppen. Der Dax-Konzern zahlt damit den Preis dafür, dass er sich jahrelang sehr viel vermögender dargestellt hat, als er tatsächlich war. Nach dem Börsengang von Uniper musste der Buchwert an den Marktwert angepasst werden. Bis zur Trennung stand dieser noch mit rund 15 Milliarden Euro in der Bilanz. 6,1 Milliarden Euro schrieb der Energiekonzern ab, der noch 47 Prozent an Uniper hält.

Der Ausblick aufs vierte Quartal sieht kaum besser aus. E.on rechnet mit weiteren Belastungen als Folge vom Atomausstieg.

14.11.2016 | 12:58

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