(Foto: Bayernwerk)



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Starke Netze für Wirtschaft und Klimaschutz

Die Notwendigkeit von Investitionen in die Netzinfrastruktur zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und als Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele haben das Energieunternehmen Bayernwerk und bayerische Spitzenpolitiker der GRÜNEN bei einem Treffen in Niederbayern erklärt. Nach dem gemeinsamen Gespräch im Kundencenter in Altdorf mit anschließender Besichtigung eines Umspannwerks sprach Bundestagsabgeordneter Dr. Anton Hofreiter bei Infrastrukturausbau und Klimaschutz von einer gemeinsamen Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Beschäftigte.

„Der Netzausbaubedarf in ganz Bayern bleibt weiter hoch. Netze sind entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Unsere Infrastruktur erfordert immer mehr Digitalisierung und Innovation“, betonte Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Westphal beim Besuch der GRÜNEN-Delegation im neuen Umspannwerk in Neufahrn in Niederbayern. Aktuelle Entwicklungen bei der Bearbeitung von Netzanschlüssen zeigen bereits den Beginn eines neuen PV-Booms. „Allein 2020 wurden im Bayernwerk-Netzgebiet Anschlussprüfungen im Hochspannungs- und Mittelspannungsnetz für über 11.000 Megawatt angefragt – das entspricht einer Leistung von rund elf Atomkraftwerken“, sagte der Bayernwerk-Vorstandsvorsitzende. Doch die Energiezukunft sei mehr als die wachsende Einspeiseleistung dezentraler Anlagen, es gehe um eine vielfältige und nachhaltige Lebenswelt, die ein klimaneutrales Zusammenleben sichert und die Lebensbereiche Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Freizeit verbindet. Entscheidende Herausforderungen, so seine Botschaft, sind Digitalisierung, Modernisierung und der bedarfsgerechte Ausbau der Stromnetze.

Nach Ansicht von Dr. Anton Hofreiter, Fraktionschef der GRÜNEN im Bundestag, werden Milliardeninvestitionen benötigt, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Das gelte auch für Investitionen in die Stromnetze, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten. Der Austausch mit den Bayernwerk-Verantwortlichen begann in Begleitung von Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz, Bundestagsdirektkandidatin Maria Krieger aus Kehlheim im Bayernwerk-Kundencenter in Altdorf. Der Bundestagsabgeordnete der GRÜNEN betonte, dass starke und zukunftsfähige Energienetze nicht nur ein Beitrag für den Klimaschutz sind, sondern dass ein Ausbau der Infrastruktur auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärke und ein echter Jobmotor sei. Politik, Wirtschaft und Beschäftigte müssten nach den Worten von Dr. Anton Hofreiter an einem Strang ziehen und diese riesige Transformation zu einem Erfolg für uns alle machen.

„Wir sind als Bayernwerksbelegschaft stolz darauf, die bayerische Energiezukunft von Morgen jeden Tag neu mit gestalten zu dürfen. Dazu braucht es neben der Weiterentwicklung unserer Anlagen auch die Kolleginnen und Kollegen als Garanten für den Erfolg“, betonte Albert Zettl, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats des Bayernwerks. Sowohl Kunden und als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien Teil der bayerischen Regionen. „Regionale Nähe, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Menschen stehen für uns im Mittelpunkt. Wir bringen die Dinge zusammen. Energie aus der Heimat, dort erzeugt und dort verbraucht“, sagte Albert Zettl. „Die allgemeinen Klimaziele und eine erfolgreiche Energiewende sind tägliche Herausforderungen beim Bayernwerk. Mit dem Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen arbeiten wir jeden Tag an diesen großen Gesellschaftszielen.“

Energiezukunft vor Ort

Der Rundgang im neuen Umspannwerk in Neufahrn gab einen Einblick, dass modernen und leistungsstarken Umspannwerken als Knotenpunkte im regionalen Verteilnetz eine besondere Bedeutung zukommt. Als Sammel- und Verteilstelle dienen sie dem seit Jahren anhaltenden Wachstum regenerativer Erzeugung und bilden ein wichtiges Bindeglied in einer künftig zunehmend lokal geprägten Energiewelt: „Energie wird vor Ort erzeugt, vor Ort gespeichert und vor Ort verbraucht. Dahinter stecken komplexe Technologien. Unsere Netze sichern in diesem anspruchsvollen Umfeld die Versorgung von rund sieben Millionen Menschen in Bayern“, erklärte Bayernwerk-Chef Dr. Egon Westphal. Insgesamt wendet das Bayernwerk in diesem Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro die für Instandhaltung und Erneuerung der eigenen Energienetze auf.

Info

Die Stromversorgung in Deutschland erfolgt über vier Netzebenen: die Höchst-, Hoch-, Mittel- und Niederspannung. Die Höchstspannungsebene (380 Kilovolt) wird in weiten Teilen Bayerns durch die in Bayreuth ansässige TenneT betrieben. Das Bayernwerk ist für das sogenannte Verteilnetz verantwortlich und betreibt die Hoch- (110 Kilovolt), Mittel- (20 Kilovolt) und Niederspannungsebenen. Die vier Netzebenen sind mit dem Straßenverkehr vergleichbar: Die Höchstspannung gleicht dabei der Autobahn (TenneT), die Hochspannung der Bundesstraße, die Mittelspannung der Landstraße und die Niederspannung der Gemeindestraße, die bis zum Haushalt und Betrieb führt (Bayernwerk).

07.07.2021 | 19:38

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