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(Bild: Fotolia / Sven Krautwald)

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ZEW-Konjunkturerwartungen fallen deutlich

Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben im März ein deutlichen Dämpfer erleitten und fallen von 17,8 auf 5,1 Punkte. Doch dieser deutliche Rückgang muss nicht überraschen. Die Aussicht auf US-Strafzölle für Stahl und Autos verunsichert die vom ZEW befragten Volkswirte massiv.

Das Damoklesschwert für die Märkte ist ein eskalierender Handelsstreit, der die gute konjunkturelle Entwicklung der vergangenen Jahre zunichtemachen würde. Genau diese Gefahr tritt mit dem deutlichen Fall des ZEW-Index zu Tage. Wenngleich am Ende die Vernunft siegen dürfte, lastet zunächst die Unsicherheit über den weiteren Fortgang der Handelsstreitigkeiten auf den Konjunkturfrühbarometern.

Kurzfristig droht für die deutsche Industrie keine Gefahr. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und die Produktion läuft rund. Größtes konjunkturelles Risiko für die zweite Jahreshälfte 2018 ist, dass die anhaltende Diskussion um Strafzölle auf die Investitionslaune drückt und somit auch Bremsspuren beim gesamtwirtschaftlichen Wachstum hinterlässt. Die fallenden Konjunkturerwartungen sind also vor allem einer steigenden Unsicherheit geschuldet  und weniger einem unmittelbar bevorstehenden Konjunktureinbruch.

20.03.2018 | 19:32

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