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Die französische Axa ist die größte Versicherungsgruppe Europas, so das Ergebnis eines Rankings. (Foto: Shutterstock)

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Axa hängt die Allianz in Europa ab

Ranking der größten Erstversicherer: Prudential und Crédit Agricole wachsen am schnellsten. Schweizer Versicherungen schwächeln.

Die Allianz bleibt – gemessen an den Prämieneinnahmen – der größte Sachversicherer in Europa. Rechnet man allerdings die Prämieneinnahmen aus den Lebensversicherungen mit ein, dann gibt es in Europa einen anderen Marktführer. Die französische Axa ist dann die größte Versicherungsgruppe Europas. Das geht aus einer Branchenanalyse der spanischen Mapfre-Finanzgruppe für das Geschäftsjahr 2018 hervor. Die Allianz steht hier nur auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Generali, Prudential und Zurich. Beim Ranking der Lebensversicherer führt ebenfalls die Axa, die Allianz liegt dort bloß auf dem sechsten Rang.

Die 15 nach Prämienvolumen größten europäischen Versicherungskonzerne verzeichneten 2018 einen Gesamtumsatz von 584,6 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2017 verbuchten die Unternehmen insgesamt ein Prämienvolumen von 579,6 Milliarden Euro. Der Konzentrationsprozess setzt sich dabei fort: Die ersten fünf Versicherer des Rankings erwirtschafteten mehr als die Hälfte der Gesamtprämien, und ihr Prämienvolumen ist schneller gewachsen als der Durchschnitt, nämlich um 2,7 Prozent.

Axa führt weiterhin das Gesamtranking an

Die französische Axa-Gruppe führt das Ranking mit einem Prämienvolumen von 96,3 Milliarden Euro an. Dies entspricht einer Steigerung von 4,6 Prozent gegenüber 2017. Wachstum verzeichnete der Konzern in dem Segment Gesundheit und in der Schaden- und Unfallversicherung, so die Studie. Die Allianz konnte dagegen ihr Prämienvolumen nicht so stark ausbauen und erreichte nur magere 0,6 Prozent. Der Abstand zur Axa wird also größer.

Die Positionierung der auf den französischen Konzern folgenden vier Versicherer ist seit 2017 unverändert geblieben. Das Prämienvolumen konnten alle fünf Anbieter mit Ausnahme der Zurich Versicherung steigern, die hier ein Minus hinnehmen musste.Auffallend ist der Anstieg der Einnahmen der britischen Prudential-Gruppe um 6,3 Prozent. Erst im März 2018 gab das Unternehmen die Konzentration auf die Bereiche Lebensversicherung und Vermögensverwaltung bekannt.

Auf- und Absteiger im Gesamtranking


Als erste nennenswerte Änderung im Ranking nennen die Autoren der Studie den Aufstieg der Crédit Agricole Assurances um zwei Plätze. Die Beitragseinnahmen des französischen Versicherers stiegen im Vergleich zu 2017 um 10,2 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro. In den Segmenten Geldanlage und Altersvorsorge stieg das Volumen des Unternehmens um 10,9 Prozent und das fondsgebundene Einkommen um 12,6 Prozent.

Auf den folgenden sechs Positionen kam es zu weiteren Veränderungen: BNP Paribas Cardif sicherte sich im Gesamtranking den zehnten Platz. Mapfre und die niederländische Aegon-Gruppe stiegen jeweils um eine Position ab, was mit einem Rückgang des Prämienvolumens zusammenhängt.Ebenfalls Einbußen von 17,7 Prozent musste die italienische Poste-Vita-Gruppe verkraften und fiel vom 13. Platz auf den 15. Rang. Der Ergo-Konzern und Covéa stiegen dagegen im Ranking auf.

Europas größte Lebensversicherer

Die Gesamteinnahmen der 15 Versicherungsgruppen in der Sparte Leben betrugen 2018 insgesamt 373,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem leichten Anstieg von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.Die Axa führt bei der Mapfre-Auswertung auch weiterhin das Ranking der Lebensversicherer an: Die Prämieneinnahmen der Franzosen erreichten 57,7 Milliarden Euro. Das Wachstum beziffert die Mapfre-Studie auf 1,1 Prozent gegenüber 2017. Die Top 5 der Lebensversicherer konnten ihre Positionen halten. Sie erwirtschafteten ein Prämienvolumen von 216 Milliarden Euro und legten insgesamt um 3,1 Prozentpunkte zu.

Gewinner und Verlierer bei den Prämien


Die Unternehmen, die am meisten zum Wachstum beitrugen, waren laut Mapfre-Auswertung folgende Gesellschaften: Prudential, Crédit Agricole Assurances und der Generali-Konzern. Prudential verzeichnete weiterhin steigende Prämien auf den asiatischen Märkten sowie in den USA und in Europa. Crédit Agricole Assurances erwirtschaftete positive Ergebnisse im Segment Leben dank ihrer fondsgebundenen Produkte. Die Prämien für die Leben-Sparte der Generali beliefen sich auf 46,1 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 5,1 Prozent entspricht. Einbußen mussten dagegen Poste Vita mit minus 18 Prozent und Aegon mit minus 15 Prozent verkraften.

Auf- und Absteiger in der Sparte Leben

Veränderung im Ranking der Lebensversicherer im Vergleich zum Vorjahr beginnen im Mittelfeld. BNP Paribas Cardif und Aviva kletterten jeweils um zwei Plätze nach oben und erreichten den siebten beziehungsweise achten Platz. Die Sogecap-Gruppe stieg ebenfalls um einen Rang auf den zwölften Platz. Aegon fiel vom achten auf den neunten Rang zurück, während der Swiss-Life-Konzern vom zwölften auf den 13. Rang abfiel. Als Neueinsteiger sicherte sich der französische Direktversicherer Natixis Assurance den 15. Ranking-Platz der Lebensversicherer. Laut Geschäftsbericht plant das Unternehmen, zum Full-Service-Bancassurance-Anbieter aufzusteigen.

25.10.2019 | 11:59

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