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Schnäppchenjagd

Der Handelsstreit zwischen den USA und China drückt auf das Wachstum der Weltwirtschaft, dennoch blick Michael Beck positiv auf die aktuelle Entwicklungen der Aktienmärkte. Vor allem für Schnäppchenjäger sei nun der richtige Zeitpunkt.

Nun ist es den ersten Marktteilnehmern aufgefallen: Die markanten Kursverluste des letzten Jahres haben dazu geführt, dass das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis im Dax auf 11,6 gesunken ist. Damit liegt dieser Wert deutlich unter dem langjährigen Schnitt von ca. 14,5. Die durchschnittliche Dividendenrendite im DAX beläuft sich und auf der 2019er-Erwartung in Richtung 3,70 %, was bei einer Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe von derzeit gerade mal 0,25 % immer noch sehr komfortabel erscheint.

Natürlich haben diese Zahlen nur Bestand, wenn die Gewinnschätzungen und Dividendenzahlungen auch so eintreffen, wie sie erwartet werden. Und dazu ist die Erfüllung einiger Nebenbedingungen erforderlich. Zuallererst, dass die Weltwirtschaft ihren Wachstumstrend fortführt und nicht in eine Rezession abgleitet. Die Chancen dafür stehen recht gut, denn die Abkühlung des Wachstums beschränkt sich in der Prognose des IWF bis dato auf einen Wert von ca. 3,50 % Wachstum.

Ehemals ging man für 2019 von einem Wachstum in Höhe von 3,90 % aus. Natürlich sind die Bremsspuren dem latent anhaltenden Handelsstreit der USA mit China und der EU geschuldet. Hier sollte ein tragfähiger Kompromiss gefunden werden, denn sonst können die Bremsspuren noch tiefer ausfallen. Allerdings scheinen jegliche Rezessionssorgen, die viele Marktteilnehmer Ende letzten Jahres geplagt haben, verflogen. Dies manifestierte sich in der ausgeprägten technischen Gegenbewegung an den Aktienmärkten, die reines Balsam auf den geschundenen Investorenseelen darstellt. Man darf jedoch nicht außer Acht lassen, dass derzeit viele Investoren eher von einem optimistischen Szenario ausgehen.

Dies gilt auch für den immer noch ungeregelten Brexit, bei dem sich zurzeit niemand vorstellen kann (oder mag?), dass der Politik wirklich keine Lösung mehr einfällt, um ein Brexit-Chaos Ende März zu verhindern. Etwas Vorsicht ist also auch weiterhin angebracht. Für langfristig orientierte Investoren bieten sich jedoch bereits jetzt schon Investmentmöglichkeiten.

Quelle: ELLWANGER.GEIGER

24.01.2019 | 10:29

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