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Vernetzung: Der Herd, der selbst kocht

Über Industrie 4.0 hat man viel gehört. Zum Beispiel dass damit ein neues Industriezeitalter eingeläutet wird, das so revolutionär wie der Beginn der Maschinen-Ära ist. Tatsächlich wird so manches, was noch vor Kurzem nach Sicence-Fiction klang, allmählich Realität. Unternehmen quer durch alle Branchen fan-gen an, ihre Prozesse durch die digitale Brille zu betrachten.Kommentar (fr)

Zum Beispiel Miele. Derzeit entwickelt der Hersteller von Hausgeräten den Herd der Zukunft. Der Koch oder die Köchin sucht auf dem Smartphone oder Tablet ein Rezept für ein Gericht. Nach der Zubereitung wird es in den Ofen geschoben, der vom mobilen Gerät Informationen über Betriebsart, Temperatur und Dauer ­erhält, sodass die Mahlzeit perfekt gelingt.

Aufzüge senden Reports

Oder ThyssenKrupp. Der Konzern stellt unter anderem Aufzüge her. Mittels Vernetzung können Wartungsfirmen die Geräte in Echtzeit überwachen und eventuelle Problem besei­tigen, bevor jemand im Schacht stecken bleibt. Die Aufzüge senden auch selbstständig Reports an die ­Ingenieure als Grundlage für weitere Optimierungen.

Kuka hat die Robotertechnik auf eine höhere Stufe gehoben. Die neuen eisernen Gesellen haben ein „Gespür“ für ihre Umgebung. Sie müssen deshalb nicht mehr in Gitterkäfige gesperrt werden, da sie dem Menschen gefährlich werden können, sondern sie „arbeiten“ mit ihnen zusammen. Sie können mittler­weile feinmotorische Tätigkeiten wie das Einfädeln ­eines kleinen Schlauchs bei der Produk­tion eines Geschirrspülers ausführen. Dabei liefern sie auch Da-ten für die Verbesserung des ganzen Prozesses.

Das alles ist nur der Anfang. Heute sind beispielsweise erst 20 % der Autos vernetzt, in drei bis vier Jahren werden es 80 % sein. Das wird zu einer neuen Ära bei der individuellen Mobilität sowie bei der Produktivität der Hersteller führen.

19.06.2015 | 12:11

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